Konzertbericht

Anime Messe Berlin 2019 Tag 1

01/06/2019 2019-06-01 09:00:00 JaME 413 views Autor: Jasy, SaKi

Bereits der erste Tag der dreitägigen Messe hielt viele interessante Programmpunkte bereit.


© SaKi
Fans der japanischen Kultur im Raum Berlin hatten sich bestimmt das lange Wochenende vom 17. bis 19. Mai 2019 ganz dick im Kalender angestrichen. Denn an diesen Tagen präsentierte der Anime Kultur e.V. zum vierten Mal die Anime Messe in Berlin. Auch dieses Jahr war der Veranstaltungsort die Metropolis-Halle im Filmpark-Babelsberg – allerdings mit einer Besonderheit. Diesmal war der Tag an allen drei Tagen für die Besucher der Anime Messe ohne zusätzliche Kosten zugänglich. Das versprach also nicht nur drei Tage voll mit Musik, Showgruppen, Kunst und Kultur, sondern auch tolle Foto Locations für Cosplayer. Und wer wollte, konnte an zahlreichen Ständen im Ausstellerraum der Metropolis Halle auch sein Geld für Merchandise, Anime und viele andere Dinge ausgeben.

Noch vor der offiziellen Eröffnung konnten die Besucher erste Ausflüge in die Musikwelt Japans machen. Yukinami, Shiroku und DoraNeko stimmten die Besucher nacheinander im Festsaal mit ihren Covern bekannter Anime- und Vocaloid-Songs auf das Wochenende ein. Doch auch für diejenigen, die eher an klassischen japanischen Klänge interessiert sind, wurde etwas geboten. Denn fünf der Mitglieder (vier Damen und ein Herr) des Shamisen-Berlin e.V.stellten das japanische Musikinstrument Shamisen – eine dreisaitige Langhalslaute – vor. Die Damen und Herren gaben auf der kleinen Event-Bühne eine Kostprobe ihres Könnens und spielten in dem halbstündigen Programm traditionelle Volkslieder und moderne Kompositionen, die teilweise sogar extra für den Verein geschrieben worden sind.

Direkt im Anschluss an ihre Performance begann im großen Festsaal die offizielle Eröffnungsfeier. Bei dieser wurden alle Ehrengäste der Anime Messe Berlin 2019 vorgestellt. Neben den eingangs erwähnten Künstlern, waren dies auch die Rockband BURNOUT SYNDROMES, die Popsängerin Sawai Miku, der Singer-Songwriter Ishizaki Huwie, der Mangaka Shiki Satoshi, die beiden Stammgäste DJ Gettsu und DJ Kimagure von EXIT TUNES sowie die aus Hongkong kommende Tanzformation V-Project. V-Project gaben den Besuchern der Eröffnungsfeier durch die Darbietung zweier Songs vom LoveLive!-Franchise schon einen Vorgeschmack auf ihre beiden geplanten Shows.

Frage-Antwort-Runde mit BURNOUT SYNDROMES und Sawai Miku

Nach der Eröffnungsfeier bereiteten sich BURNOUT SYNDROMES und Sawai Miku auf ihre erste Q&A-Session mit den Fans vor. In dieser Frage-Antwort-Runde erfuhren die Anwesenden unter anderem, dass sowohl die Band als auch Mikuaus Osaka stammen und selbstverständlich Animes lieben. Sänger und Gitarrist Kumagai Kazuumi von BURNOUT SYNDROMES offenbarte, dass die Band nach dem Lesen des Haikyu!-Manga voller Vorfreude die Themensongs "FLY HIGH!!" und " Hikariare" geschrieben habe. Zudem verriet die Band, dass sie deutsche Wörter wie beispielsweise Kugelschreiber sehr cool findet. Auch wie sie zu ihrem Bandnamen gekommen sind, war Thema in der QA-Session: Bassist Ishikawa Taiyu erzählte, dass er die J-Rock-Veteranen BUMP OF CHICKEN sehr verehre und daher nach einem ähnlich klingenden Namen für seine Band suchte, der in jedem Fall mit "BU" beginnen sollte. Und Miku erzählte voller Stolz, dass sie ihr neues Mini-Album "miss you EP" mit auf die Messe gebracht hat – und das einen ganzen Monat vor dem japanischen Release-Termin.

Ishizaki Huwie auf der Bühne

Nur wenige Minuten nach dem Ende des einstündigen Q&As, war bereits die Zeit für das erste Konzert mit Singer-Songwriter Ishizaki Huwie gekommen. Der Künstler, dessen Name "Huwie" eine Hommage an den bekannten Sänger David Bowieist, begrüßte das Publikum mit einem freudigen "Kamekame ha" und startete mit dem flotten Song "Hoshi wo tsukamaete" in seine Setlist. Die Art wie Huwie auf der Bühne seine Lieder vorträgt, ist sehr ungewöhnlich. Mal ist er scheinbar völlig in seinen Song vertieft, mal scheint er mit seinen Gedanken völlig woanders zu sein. In jedem Fall ist seine Darbietung auf der Bühne etwas, das den Zuschauern in Erinnerung bleiben wird. Nicht zuletzt, weil er bisweilen mitsamt Standmikro über die Bühne stolperte oder seine Wangen aufblies. Sein Gesang allerdings war jederzeit sehr von Leidenschaft geprägt. Zudem unternahm er immer wieder Versuche das Publikum mitzureißen. Nach einem zaghaften "Danke", setzte er mit dem funkigen "SEXY" von seinem aktuellen Mini-Album "Golden Edge" fort. Da ihm zu diesem Zeitpunkt offenbar doch langsam warm wurde, öffnete er den Reißverschluss seiner Jacke. Außerdem nickte er immer wieder im Beat des Liedes mit. Für das nachfolgende ohrwurmträchtige "Toragari" animierte er das versammelte Publikum zum Mitklatschen – die anwesenden Fans kamen dieser Aufforderung das gesamte Lied über sehr gern nach.

Nachdem die letzten Töne verklungen waren, bedankte sich Huwie erneut in deutscher Sprache und präsentierte seine weiteren erlernten Vokabeln wie "Guten Tag" und "Guten Abend". Nach dem kurzen MC, kündigte er die nächste Nummer an: Die stimmungsvollen Ballade "Nakimushi hacci". Dieses Stück tat sich besonders durch eine schöne Akustikgitarrenuntermalung vom Band und eine atmosphärische Beleuchtung auf der Bühne hervor. Im Anschluss erkundigte er sich beim Publikum, ob es Naruto kennen würden, was selbstverständlich bejaht wurde. Daraufhin spielte er sein Endlied zur Serie "Pino to Amelie". Die Ballade ließ eine andächtige Stille im Festsaal aufkommen. Er blieb auch danach bei den etwas sanfteren Klängen, denn mit "Namida" folgte eine mittelschnelle, hoffnungsvolle Ballade, die in den kommenden Tagen als digitale Single erscheinen wird. Nur Huwies eigenwillige Bühnenshow dämpfte im letzten Drittel des Liedes ein wenig den zuvor gewonnenen Eindruck.

Die nächsten beiden Stücke zogen das Tempo wieder etwas an. Der Rhythmus von "Yakan hikou" lud zum Mitklatschen ein und auch das eigenwillige "Marshmallow Pie・Sandwich Heaven" mit seinem Herzschlagbeat war durch Huwies abgedrehte Interpretation interessant anzusehen und zu hören. Jedoch kündigte er danach sein letztes Lied für diesen Abend an. Mit "Daisan wakusei koukyoukyoku" von seiner gleichnamigen ersten EP schloss er sein Set. Die Menge wurde ein letztes Mal zum Klatschen aufgerufen und auch Huwie gab gesanglich noch einmal alles. Nach einem herzlichen "Danke" und einer Verbeugung verließ er dann zügig die Bühne, um sich auf seine Autogrammstunde im Anschluss an die Show vorzubereiten.

Huwies Setlist stellt sich rückblickend als ein Potpourri von seinen Anfängen 2012 als Solokünstler bis hin zu seinem dritten, im März diesen Jahres erschienenen Mini-Album "Golden Edge" heraus. Der interessante Künstler hatte damit für sein neues Publikum einen unterhaltsamen Mix aus sieben Jahren zusammengestellt.

Setlist:
01. Hoshi wo tsukamaete
02. SEXY
03. Toragari
04. Nakimushi hacci
05. Pino to Amelie
06. Namida
07. Yakan hikou
08. Marshmallow Pie・Sandwich Heaven
09. Daisan wakusei koukyoukyoku

DJ Gettsu von EXIT TUNES auf der Bühne

Ausklingen ließen die Besucher den Abend mit der J-Disco mit EXIT TUNES, bei der DJ Gettsu und DJ Kimagure abwechselnd ihre Sets mit bekannten und beliebten Anime-Opening und -Endingsongs auflegten. In der Setlist der beiden fanden sich so beispielsweise Songs zu Sword Art Online, Naruto, Dragonball, Neon Genesis Evangelion, Attack On Titan, Sailor Moon und viele, viele mehr wieder. Die beiden animierten ihr Publikum immer wieder und zeigten ein paar interessante Einlagen auf der Bühne.Beispielsweise spielte Gettsu während eines Songs Luft-Saxofon oder die beiden japanischen DJs zeigten amüsante Sprung- und Tanzeinlagen. Die Disco hielt die Fans bis nach Mitternacht auf Trab und brachte den ersten Tag der Anime Messe zu einem würdigen Abschluss.


Ishizaki Huwie Links

Offizielle Seite: http://www.ishizakihuwie.com/
Offizielle Facebook-Seite: https://www.facebook.com/ishizakihuwie
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