Konzertbericht

hide Memorial Summit Tag 1 - Part A

11/05/2008 2008-05-11 12:00:00 JaME Autor: Heidi, Yoosh & Kreuz Übersetzer: Finja

hide Memorial Summit Tag 1 - Part A

Das hide Memorial Summit ist zurzeit in aller Munde und JaME hatte die Gelegenheit, sich selbst ein Bild zu machen. Zu Ehren von hide lieferten DJ OZMA, DaizyStripper, Ra:IN, RIZE und Versailles am ersten Tag berührende Performances ab.


© DJ OZMA
Zehn Jahre sind vergangen, seit der legendäre Musiker hide verstorben ist. Am 3. Mai startete deshalb ein zweitätiges Event, welches im Ajinomoto Stadium in Tokyo stattfand. Mehrere Künstler aus verschiedenen Genres wurden zu diesem Anlass eingeladen und das Line-Up bot eine interessante Kombination aus alten und neuen Bands, berühmten und weniger berühmten Gruppen, Visual Kei und Pop - eine Mischung, aus der ein großartiges Event für die zahlreichen Menschen resultierte, die gekommen waren, um hide zu gedenken.

Das Ajinomoto Stadium füllte sich nach und nach und der erste Tag wurde von Noriko Shouji, auch "rocking mama" genannt und bekannt als großer Fan von X JAPAN und diversen Visual Kei Bands, und Matsumoto Hiroshi, hides Bruder, eingeleitet. Letzterer hatte das Event gemeinsam mit YOSHIKI organisiert. Noriko Shouji und Matsumoto Hiroshi bekräftigten in ihrer Rede abermals das Ziel des Events, nämlich, dass das Ganze den festlichen Anlass hatte, alle Eins werden zu lassen und dass dieses Gefühl hide erreichen würde. Sie sprachen außerdem über die Wohltätigkeitsorganisationen, die das Event unterstützten: Heart Ribbon Project, Japan Marrow Donor Registry, Orange Clover, Make-A-Wish Japan und Japan Society of Breast Health. Die Besucher erhielten Armbänder mit den Namen der verschiedenen Organisationen, die auch einige Künstler trugen.


DJ OZMA

Der erste Künstler, der an diesem Tag die Bühne betrat, war niemand anderes als DJ OZMA. Begleitet vom Sound von X JAPANs "World Anthem" erschien er in hides Military-Look und auch seine Haare erinnerten zumindest farblich an hide - sie waren nämlich pink. DJ OZMA war nicht allein; seine gesamte Tanz-Crew begleitete ihn, ebenfalls im Camouflage-Look und mit der gleichen Haarfarbe. Das Stadion war noch nicht ganz gefüllt, dennoch begann DJ OZMA sein Set mit dem Hit "Age Age EVERY KNIGHT". Die bereits anwesenden Besucher im Publikum wurden von seinem Auftritt sogleich animiert und viele kannten seine Songs und seine Choreographien.

Das Publikum tanzte und jubelte auch während des zweiten Liedes, "CHOU!", und als DJ OZMA seine Interpretation von hides "EVER FREE" anstimmte, erreichte die feierliche Atmosphäre, die er schaffte, ihren Höhepunkt. Nach dem Coversong nahm DJ OZMA sich etwas Zeit, um mit dem Publikum zu sprechen und zeugte mit Sätzen wie "Ihr müsst nicht zu euren Plätzen stürzen, ich werde hier noch eine Weile sein!" von seinem Humor. Als er dann ganz plötzlich "WE ARE...?" brüllte, dauerte es etwas, bis die Fans begriffen, was er meinte (Nämlich den typischen X JAPAN Ausruf "WE ARE X!", der an diesen zwei Tagen sehr oft vorkam).

Nach weiteren Liedern beendete OZMA sein Live mit dem Song, mit dem er auch begonnen hatte - nämlich "Age Age EVERY KNIGHT", diesmal unterstützt von Co-Sängern im TOSHI-Kostüm. In den letzten Sekunden des Songs ließ OZMA sogar seine Hose sinken, um seine Unterwäsche zu präsentieren, die gelb und mit roten Herzen bemustert war, sein ganz persönliches und kreatives Tribut an hides Gitarre, die das gleiche Muster hat.

Setlist:

1. Age Age EVERY KNIGHT
2. CHOU!
3. EVER FREE
4. Spiderman
5. Shippu Jinrai
6. Junjou
7. Age Age EVERY KNIGHT


DaizyStripper

DaizyStripper, eine recht neue Visual Kei Band, betrat schließlich die Bühne. Mit ihrem jugendlichen Aussehen und ihrer offensichtlichen Aufregung eroberten sie die Fans und bekamen ihre Aufmerksamkeit. Ihr Set begann mit hides Ballade "MISERY", die mit Gesang und Piano sehr seicht anfing, ehe die restlichen Instrumente einsetzten und dem Song mehr Power verliehen.

Auch der nächste Song, "Dandelion", startete ruhig, verwandelte sich aber schnell in einen mitreißenden Pop-Rock Song, der das Publikum begeisterte, sodass man zahlreiche Hände in der Luft sehen konnte. Sänger Yugiri brüllte und forderte die Besucher auf, noch energischer zu werden, und diese kamen dieser lautstarken Aufforderung nur zu gerne nach. Der dritte und letzte Song der Band, "decade", war ebenfalls ein stimmungsvoller Pop-Rock Song und die Bandmitglieder waren voller Energie, während sie jugendlich unbekümmert über die Bühne rannten.

Setlist:

1. MISERY
2. Dandelion
3. decade


Ra:IN

Um 14:40 Uhr traten Ra:IN auf der zweiten, kleineren Bühne auf, die sich direkt rechts neben der Main-Stage befand. PATA betrat diese mit seiner Doppelhals-Gitarre als Erster, schließlich folgten Teru, D.I.E. und michiaki. In der Band sind zwei sehr populäre Mitglieder, nämlich PATA (X JAPAN) und D.I.E. (Spread Beaver), so war es also auch nicht verwunderlich, dass die Menge der Zuschauer vor der Bühne prompt wuchs.

Ra:IN stimmten bald ihr erstes Lied an, welches ein Instrumentalstück war. Viele Besucher setzten sich und bewegten ihre Köpfe zur Musik. Der zweite Song, "Metal Box", folgte ohne Pause und PATA spielte nun auf einer klassischen Gitarre.

Als das zweite Lied endete, dankte Keyboarder D.I.E. dem Publikum dafür, dass sie gekommen waren und merkte an, dass er beunruhigt gewesen war, als er erfahren hatte, dass dieser Tag verregnet sein würde. Schließlich brüllte er "yeah yeah yeah", und wenig später begannen Ra:IN mit ihrem dritten, sehr schnellen Song "382". PATA beeindruckte das Publikum mit seinen flotten Gitarren-Soli und D.I.E. förderte diese Energie, indem er herumsprang. Schließlich nahm er sich sein tragbares Keyboard und lief über die Bühne. Als ihr Konzert endete, zerstörten sie beide Keyboards, Gitarre und Bass..

Setlist:

SE
1. Indicator to the future
2. Metal Box
3. 382


RIZE

15 Minuten später als geplant begann die Crossover-Band RIZE mit ihrem Set. Trotz der Verspätung begrüßte das Publikum sie freundlich. Besonders JESSE, mittlerweile mit langem Haar, hatte zahlreiche aufgeregte Fans im Stadion. Das Quintett begann mit ihrer Single aus dem letzten Jahr, "LADY LOVE", und offensichtlich hatten die Techniker einige Probleme mit dem Sound. Dennoch rockten RIZE (vor allem JESSE) weiter, rannten durch die Arena um Kontakt mit den Fans haben zu können und boten einige unterhaltsame Showeinlagen.

Sie fuhren mit "American Hero", ihrer aktuellen Single "Live or Die" und "Television Song" fort und endlich wurde der Himmel klarer und die ersten Sonnenstrahlen erreichten die Arena. Perfektes Timing für RIZE - die starteten nämlich ihren an Reggae angelehnten Song "GHOST", der live noch mehr überzeugte als auf CD. Beim folgenden Lied handelte es sich um das sehnlich erwartete Cover von "PINK SPIDER", welches RIZE 2006 als Single veröffentlicht hatten. Das Publikum wurde sogleich euphorisch, als JESSE die ersten Töne des Liedes auf seiner Gitarre anstimmte. Wie zuvor bei den anderen Bands die coverten, hatte auch bei diesem Song jeder eine hide-Puppe in der Hand, die zum Beat bewegt wurde.

Das letzte Lied von RIZE war der klassische Crossover-Song "Why I'm Me", der sogar in der bestuhlten Arena für viel Bewegung sorgte. Abermals suchte JESSE den persönlichen Kontakt zum Publikum, indem er über die Barriere zwischen Bühne und Fans kletterte. Nach diesem Highlight verließen RIZE die Bühne.

Setlist:

SE pikopiko
1.LADY LOVE
2. American Hero
3. Live or Die
4. Television Song
5. GHOST
6. Pink Spider
7. Why I’m Me


Versailles

Wie erwartet war Versailles Auftritt sehr stilvoll, begleitet von heroischer Musik betraten die Mitglieder nach und nach die Bühne, alle wie üblich in extravagante Kostüme gehüllt und aufwändig geschminkt. Majestätisch warf Sänger Kamijo eine Rose in die Menge, auf diese Geste reagierten die Fans enthusiastisch.

Das Set von Versailles begann mit "The Love from Dead Orchestra", das Lied beförderte die Besucher sofort in die einzigartige Welt der Band, bestehend aus harten Metal-Gitarren und Kamijos milder, melodischer Stimme. Als sie "Shout&Bites" spielten, bewegte das Publikum die Hände im Takt zur Musik, während die Bandmitglieder sich theatralisch drehten und zum Takt herumwirbelten. Als ihr Hit "The Revenant Choir" angestimmt wurde, wuchs die Begeisterung im Publikum und die Leute headbangten und warfen ihre Arme in die Luft. Nach dem Song warf Kamijo einen Luftkuss in die Menge und die Band verbeugte sich, ehe sie die Bühne begleitet von lautem Jubeln verließen.

Setlist:

1. The Love from Dead Orchestra
2. Shout&Bites
3. The Revenant Choir

Die restlichen Konzertberichte, auch zum zweiten Tag, folgen bald.
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Galerie

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