Konzertbericht

Concert in Buddhist Temple vol. 2 Yamada Takehiko Song without word ~ To the world Part 1

13/07/2021 2021-07-13 04:20:00 JaME Autor: Jasy Redakteur: Coco

Concert in Buddhist Temple vol. 2 Yamada Takehiko Song without word ~ To the world Part 1

Der Pianist und Komponist Yamada Takehiko nahm seine Zuschauer und -hörer mit dem Streamingkonzert am 2. Juli auf eine musikalische Weltreise mit.


© TV Man Union Inc.

Pianist und Komponist Yamada Takehiko lud am 2. Juli 2021 via ZAIKO weltweit die Menschen mit seinem Konzert Concert in Buddhist Temple vol. 2 Yamada Takehiko Song without word ~ To the world Part 1 zu einer musikalischen "Weltreise" ein. Für das Streamingkonzert schaute man dem Pianisten nicht nur beim Spiel auf seinem Klavier zu, sondern die Szenerie wechselte immer wieder hinaus in die Natur. Aufgestellt wurde Yamadas Klavier in einem schönen, großen, hellen Raum im Buddhistischen Tempel Anyo-in Ruri-kodo in Tokyo. Die Kombination aus klassischer Klaviermusik und bewegten Naturbildern passte wunderbar zu seinem Wunsch ein nostalgisches Gefühl aufkommen zu lassen.

Yamada eröffnete seine Weltreise mit den sanften und verträumten Melodien des französischen Komponisten Gabriel Fauré (1845-1924) und dessen Stück "Romance sans paroles Op.17 no.3". Und schon hier wurde klar, dass der spielfreudige Pianist und Komponist seine Gäste auf eine entspannende Reise mitnehmen möchte. Neben den Kameraansichten von ihm und der friedvollen Melodie wurden auch Narzissen, die sich im Wind vor einer malerischen schneebedeckten Bergkulisse wiegen, in den Fokus gerückt. Diese begleiteten den Zuschauer bis zum Ende des Stücks. Anschließend nahm Yamada seine Zuschauer und -hörer mit in die Zeit des italienischen Frühbarocks. Schon während der ersten Akkorde von "Ballo detto Pollicio" des italienischen Komponisten und Organisten Tarquinio Merula (1595-1665) hatte man das Gefühl in eine beschwingte, barocke Zeit eingetaucht zu sein. Das unterhaltsame Stück wurde weiterhin mit einer Kamerafahrt über eine Wiese voller Maiglöckchen untermalt und lud so zum Träumen ein.

Mit "Kürdi'li Hicazkar Saz Semaisi" des osmanischen Komponisten Tatyos Efendi (1855-1913) ging es weiter in den Orient. Das mittelschnelle Lied balancierte zwischen verspielter Leichtigkeit und schweren Tönen. Besonders bei letzteren hatte man irgendwann einen orientalischen Markt mit seinem bunten Treiben vor Augen. Viel bekam man von Yamadas fingerfertigem Spiel nicht zu sehen, dafür aber wieder eine Blumenwiese und blühende Kirschbäume. Mit dem nachfolgenden "Gambangan (Pelogon)" des balinesischen Komponisten Wayan Lotring (1898-1982) erklang eine bezaubernde, sanfte Melodie, die immer mal wieder durch dunklere Töne unterbrochen wurde. Dies schmälerte den Charme des Stückes aber in keiner Weise, vielmehr erhöhte es beim Hörer die Spannung. Passend dazu wurde auf eine glitzernde Wasseroberfläche übergeleitet, in der im späteren Teil des Liedes auch eine Überblendung mit dem Spiel von Yamada zu sehen war.

Mit dem melancholischen wie verspielten "Sonata dó menor" vom portugiesischen Komponisten, Organisten und Cembalisten Carlos Seixas (1704-1742) ging es danach wieder in eine frühe Europäische Musikepoche zurück. Die Kamerafahrt durch unterschiedliche Wälder und Baumkronen und der Kamerawinkel auf Yamadas spielende Hände auf der Klaviatur erzeugten zusammen mit der Melodie ein wehmütiges Gefühl. Den Abschluss des knapp 21-Minütigen Sets bildete das kurzweilige und beschwingte "Welcome dance from 6 Scotch Dances (Op.2)" des schottischen Komponisten und Dirigenten Hamish MacCunn (1868-1916). Und tatsächlich wollte man sich am liebsten zu den Klängen im Tanz wiegen. Dies konnte Yamada zwar selbst nur bedingt, aber dafür spielte der Wind durch viele Farngräser und brachte diese zum Tanzen. Leider war das Stück nur knapp zweieinhalb Minuten lang und schon nachdem der letzte Akkord verklungen war, war auch schon überraschend das Ende des Streamingkonzertes erreicht. Nach den wenigen Credits wurde jedoch enthüllt, dass Concert in Buddhist Temple vol.2 Song without word ~ To the world fortgeführt werden wird. Wann? Nun, das wird zu gegebener Zeit bekannt gegeben. Fans, die klassische Musik mögen oder gerne dem Klang eines Klaviers lauschen, hatten zumindest für 20 Minuten die Möglichkeit sich eine Auszeit zu gönnen und in andere Klangwelten einzutauchen.

Setlist:
Gabriel Fauré (France) - Romance sans paroles Op.17 no.3
Tarquinio Merula (Italia) - Ballo detto Pollicio
Tatyos Efendi (Turkey) - Kürdi'li Hicazkar Saz Semaisi
Wayan Lotring (Indonesia - Isle Bali) - Gambangan (Pelugon)
Carlos Seixas (Portugal) - Sonata dó menor
Hamish MacCunn (Scotland) - Welcome dance from 6 Scotch Dances (Op.28)

Nachfolgend könnt ihr euch das Video zu "La couronne de lait 2020" von Yamada Takehiko anschauen, das zwar beim Stream am 2. Juli selbst nicht zu sehen war, aber einen sehr guten Eindruck von seinem Konzept für das Konzert vermittelt.

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