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JaMEs aufsteigende Sterne 2015: BRIDEAR

05/12/2014 2014-12-05 04:00:00 JaME Autor: Ruchesko Übersetzer: Non-Non, M.Denno, Jasy

JaMEs aufsteigende Sterne 2015: BRIDEAR

Trefft eine der großen Hoffnungen der "weiblichen Metal-Bewegung".


© BRIDEAR
Einführung

Aus Fukuoka stammend wurde BRIDEAR im November 2011 von Sängerin KIMI, Gitarristin MITSURU und Bassistin HARU gegründet. Die Support-Drummerin KAI trat der Gruppe im Februar 2012 offiziell bei und im April folgte die zweite Gitarristin Misa. Noch im selben Monat gaben BRIDEAR in Fukuokas Spiral Factory ihr Live-Debüt.

Am 1. August wagte sich die Band erstmals aus Fukuoka hinaus und spielte auf dem nonLinear Metal DynamiX 2012-Vol.7 in Nagoya. Ihre erste Demo "Pray / Another name" erschien dann am 8. August. Am 17. März 2013 folgte ihre Debütsingle "Thread Of The Light / Roulette".

Unterdessen waren die Mädchen mit diversen Tourneen in ganz Japan beschäftigt. Unter den vielen Terminen befanden sich auch ihr Auftritt auf dem WOMEN'S POWER Vol.54-Event im März in Osaka und ihre Eröffnung für das Konzert zum 10. Jubiläum von Yama-Bs Band AXBITES im Mai. Das hektische Jahr 2013 rundeten BRIDEAR mit dem Release ihres Debüt-Mini-Albums "Overturn The Doom" am 18. Dezember ab, das von einem One-Man-Gig in Tokyos Kichijoji CRESCENDO am 26. Dezember begleitet wurde.

Im Februar 2014 sponserten BRIDEAR ihr erstes Live-Event, BRIDEAR Presents Edge Of Infinity -Vol.1-, im Fukuoka BEAT STATION. Am 9. März war die Band der Eröffnungsact für Yousei Teikoku bei dem "Male-only-Event" GEGENANGRIFF: zweit. Im Juli kehrten die Mädchen erneut für ein Two-Man mit LIGHT BRINGER als Teil der Lovely Music Tour 2014 ~Reprise The Infinite Fantasy~ ins BEAT STATION zurück. Und am 22. Oktober veröffentlichten BRIDEAR ihre zweite Single "Light In The Dark / NO SALVATION".

Nach drei Jahren sieht die Zukunft BRIDEARs recht rosig aus. Die Band tourt auch weiterhin unaufhörlich. Es sieht auch ganz danach aus, als würden sie schon bald ihren Platz in der "weiblichen Metal"-Elite einnehmen.


Interview

Wie habt ihr euch alle kennengelernt?

BRIDEAR: Unsere Sängerin, Bassistin und Schlagzeugerin spielten bereits in ihrer vorherigen Band zusammen - noch bevor wir BRIDEAR gründeten. Auf einer Webseite, auf der man Bandmitglieder finden kann, entdeckten wir dann die beiden Gitarristinnen.

Was hat euch dazu bewogen, eine rein weibliche Metalband zu gründen?

BRIDEAR: Wir dachten, dass es einfach cooler wäre, wenn Frauen nur mit Frauen coole Musik machen könnten. Wir gehen an die Musik mit weiblichem Einfühlungsvermögen heran.

Von welchem Künstler sind BRIDEAR hauptsächlich beeinflusst worden?

BRIDEAR: Jedes Mitglied wurde von anderen Leuten beeinflusst. Im Großen und Ganzen sind dies aber ausländische Metalbands, japanische Metalbands und ein paar J-Rockbands.

Herzlichen Glückwunsch zu eurer neuen Single. Gibt es denn Pläne für ein Studioalbum?

BRIDEAR: Derzeit ist nichts entschieden, aber wir hoffen im nächsten Jahr etwas ankündigen zu können.

Bitte vervollständigt den Satz: Liebe JaME-Leser…

BRIDEAR: Wir sind die weibliche japanische Band BRIDEAR. Wir werden auch weiterhin unsere eigene Musik an euch senden, also unterstützt uns bitte! Sollten wir je eine Welttournee veranstalten, kommt bitte zu unserer Show!


Review

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Titel: "Overturn The Doom"
Veröffentlichung:: 19.12.2013

In den etablierten Genres wie Metal und Hip-Hop kommt es häufig vor, dass neue Künstler manchmal zwei oder sogar drei Alben benötigen, um Zugang zu einem für sie funktionierenden Genre zu finden. Doch nicht im Falle von BRIDEAR. Knapp zwei Jahre nach der Bandgründung und mit nur einer Demo und Single im Vorfeld, veröffentlichten sie das Mini-Album "Overturn The Doom". Die fünf jungen Frauen strotzen nur so vor Vertrauen und beneidenswerten Songwriting-Fähigkeiten.

Heutzutage ist es für östliche als auch westliche Metalbands Standard geworden, das Album mit einer instrumentalen Einleitung zu eröffnen. Manchmal kann dies auch nur eine einfache MIDI-Melodie sein, die für rund eine Minute immer wieder wiederholt wird. BRIDEAR widersetzen sich diesem Trend, indem sie mit "New Era" eine zweiminütige orchestrale Ouvertüre im ganz großen Stil auffahren.

Der erste richtige Song, "Pray", markiert einen signifikanten Stilwechsel. Die Streicher und das Xylophon werden durch starke Hardrock-Riffe von Misa und MITSURUs Gitarren und KAIs treibendem Hintergrundbeat ersetzt. Das Jammern zum Ende des Tracks hin signalisiert einen weiteren Übergang. Bei "Thread Of The Light" handelt es sich um eine verlängerte Version ihres Debütsongs und gleichzeitig auch um den ersten ordentlichen Metaltrack auf dem Album. Darauf folgt "Imitation" und an den fünfminütigen Track schließen sich Misas und MITSURUs alternative Soli an.

Das melodischere "Another Name" bietet eine kurze Verschnaufpause von den aggressiven Riffen und ist das eingängigste Stück des Albums. Mit "Voice Is To Silence" kehrt der Power-Metal zurück und hier zeigen sich die Fähigkeiten der beiden Gitarristinnen am besten. Im Refrain ist auch ein Synthesizer zu hören.

Zum Abschluss packten BRIDEAR noch das ambitionierte siebenminütige epische Stück "Wing Of Hope" auf das Mini-Album - ein Track, der von KIMIs volltönender Stimme getragen wird. Etwa in der Hälfte dieser gewaltigen Hymne bekommen auch die anderen Mitglieder der Band ihre Momente: die Gitarristinnen bestechen mit einem beeindruckenden harmonischen Solo, KAI liefert einige blitzschnelle Drums ab und Bassistin HARU legt auch noch ein schnelles Solo hin. Dennoch gehört dieser Track eindeutig KIMI. Gegen Ende gesellen sich orchestrale Elemente hinzu, die den Schlussminuten von "Wing Of Hope" noch eine weitere Stufe der Erhabenheit verleihen. Doch dann schreddern sich Misa und MITSURU unvermittelt durch die letzten dreißig Sekunden und bescheren "Overturn The Doom" das passende Finish.

Man muss BRIDEAR für deren Hingabe für ihr gewähltes Genre applaudieren; denn entgegen anderer etablierter "Mädchen Metal"-Acts, findet man hier noch keine Balladen oder Popsongs. Stattdessen halten sie es roh, rein und heftig. Mögen sie noch lange so weitermachen, denn noch reichen die sechs Lieder von "Overturn The Doom" völlig aus, um diese Frauen diverse Two-Man-Konzerte mit LIGHT BRINGER spielen zu lassen. Aber stellt euch nur einmal vor, zu welchen Höchstleistungen sie ein Studioalbum von dieser Qualität antreiben könnte?

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Zugehörige Künstler

Zugehörige Veröffentlichungen

Mini-Album CD 2013-12-18 2013-12-18
BRIDEAR
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