Das JaME-Team hört...
Mit Abstand das beste Stück vom neuen Album. Ich habe mir dazu meine eigene Geschichte zusammengereimt, weil ich anfangs in einer Zeile immer das hier verstand: "Drink that beer and knock up that blonde!" (etwa "Trink das Bier und schwängere die Blonde"), passte irgendwie auch ganz gut zur vorwurfsvollen Stimme COMA-CHIs. Ein Blick ins Booklet verriet mir dann, dass ich - abgesehen von der Biersache - etwas falsch lag und der Text eigentlich ziemlich romantisch ist. Egal, meine Story gefällt mir besser.
Kokusyoku Sumire - "My Orchestra"
Experimentell! Grotesk! Schrill! Wunderbar!
LUCI'FER LUSCIOUS Violenoue - "LILLIE MARLENE"
Das berühmte Lied von dem deutschen Soldaten, der voller Todesahnung an seine Liebste denkt, sehr frei interpretiert von der Grande Dame des Visual Kei. Fernab von frivolen Spielereien mit einschlägigen Symbolen benutzt LUCI'FER die Analogie des Soldaten an der Front, um ihre Identität als Frau zu hinterfragen. Ihre ungekünstelte, etwas rauchige Stimme, die abwechselnd kindlich säuselt, heiser flüstert oder sarkastisch anklagt, verfolgt einen noch lange nachdem die letzte Note verklungen ist.
Raphael - "Hana saku inochi aru kagiri"
Die einzigartige Kombination von Kazukis Spürsinn für geniale Melodien und Yukis Sahnestimme bescherte uns drei kurze Jahre lang opulenten Pop Rock, der stets haarscharf am Kitsch vobeischrappte, aber trotzdem nie wirklich gefällig klang. Dieses Lied war eins ihrer schönsten und ein würdiges Major-Debüt.
meth. - "aoku hatenai sekai"
Ein nicht sonderlich auffälliges Stück, aber eines, das gefällt. Melancholisch aber schnell. Balladesk aber hart. Und an den Strophen kann man nun mal garnichts aussetzen. Für zwischendurch ideal.
moll'e node - "aishuu no Clam Chowder"
Nicht nur aufgrund des interessanten Gesanges ein sehr seltsames Stück. Abgedrehte Riffs, Stilmix und alles perfekt miteinander verwoben. Für einen Sonntagnachmittag definitiv zu anspruchsvoll. Viel tiefgründiger als man es zunächst erwarten würde.
Bang-Doll - "Anison (tie-up kibou kyoku)"
Klassischer Metal, den man nach den ersten Tönen nicht als solchen wahrnehmen würde. Dafür rockt der Song in den restlichen drei Vierteln sehr ordentlich. Nach einer Konzertnacht der perfekte Kontermetal, da nicht zu heftig. Als Auslauf für die Nackenmuskulatur perfekt geeignet.
















