Joe Hisaishi, der mit Sakamoto Ryuichi außerhalb Japans, wohl bekannteste japanische Künstler überhaupt, begann seine Karriere als Schüler des Kunitachi College of Music, schrieb dabei mehrere Stücke für diverse Konzerte und veröffentlichte 1982 sein erstes Soloalbum "Information". Seitdem hat er eine Vielzahl an Alben und über 40 Soundtracks für Filme (überwiegend für Takeshi Kitano) und Anime, unter anderem Prinzessin Mononoke, Mein Nachbar Totoro und vielen, vielen mehr, geschrieben. Diese brachten ihm den einen oder anderen Preis ein und er wird heute als einer der einflussreichsten japanischen Musiker angesehen.
Nebenbei versuchte er sich in verschiedenen Branchen, in denen er seiner Kreativität als Musiker und Künstler freien Lauf lassen konnte. So wurde er 1998 zu einem Event Producer bei den Paralympics in Nagano, bei denen er die Eröffnungszeremonie und andere kulturelle Events leitete.
2001 feierte er sein Debüt als Filmregisseur mit dem Werk Quartet, welches fast gänzlich in Eigenregie entstand. Auf einem Film Festival in Montreal erntete er für dieses Werk auch von internationaler Seite beste Kritiken. Anschließend komponierte er wieder, dieses Mal für den Anime Chihiros Reise ins Zauberland, für den er den 56. Mainichi Film Competition Award für beste Musik, den Best Music Award in der Kategorie "Theater Movie" auf der Tokyo International Anime Fair 2001 und schließlich den 16. Japan Gold Disc Award für Anime Soundtracks verliehen bekam.
2004 komponierte Hisaishi einen weiteren Soundtrack zu Miyazakis Filmen - Das wandelnde Schloss. Hisaishi schuf außerdem die Musik für den koreanischen Film Welcome to Dongmakgol im Jahre 2005. Des Weiteren trat er in Südkorea auf seinem zweiten Symphoniekonzert auf.
Im Januar 2006 erhielt Hisaishi den Los Angeles Film Critic Association (LAFCA) Best Music Award für Das wandelnde Schloss. Der Veröffentlichung von "ASIAN X.T.C" folgend, begab sich Hisaishi auf eine Tour durch Japan und reiste auch in andere Großstädte innerhalb Asiens um dort aufzutreten. Er wirkte weiterhin am Soundtrack zu internationalen Filmen, wie den Hongkonger Film A Chinese Tall Story und dem chinesischen Film The Post-Modern Life of my Aunt, im Jahre 2006 mit. 2007 erschienen wieder Dutzende Soundtrack-Alben und die Single zum aktuellen Streifen von Hayao Miyazaki Ponyo on the Cliff.
Ähnlich startete er auch in das Jahr 2008. Bis Ende März hatte Hisaishi schon wieder zwei Alben herausgebracht. Über das Jahr hinweg erschien ein eigenes Soloalbum - "Piano Stories Best '88-'08" - und mehrere Soundtracks. Sein aktuelles Werk "Another Piano Stories~The End of the World~" erschien am 18. Februar 2009 in gleich zwei Versionen. Im Herbst spielte der Musiker eine Orchester-Tournee und er komponierte weitere Stücke zu Filmen, was auch seine weiter gewachsene Diskografie an Soundtracks beweist.
In 2010 gab es neben seinem Neujahrskonzert noch eine Neuauflage seines Konzertklassikers Joe Hisaishi Classics vol. 2 im Februar zu bestaunen. Im April wurde er zum Gastprofessor am Kunitachi College of Music auserkoren und gab dort zeitweilig etwas Unterricht. Seither konzentriert er sich aber wieder auf das Komponieren von neuen Werken.
Hisaishi Joe
久石 譲
auch bekannt als: Joe Hisaishi
major - aktiv (1974 - )
Joe Hisaishis Musik zu beschreiben, ist nicht wirklich einfach. Einziger gemeinsamer Nenner sind wohl die immer benutzten, klassischen Elemente und sein hervorragendes Klavierspiel. Abwechslungsreichtum wird bei ihm meistens groß geschrieben. Es gibt aber bei seinen zahlreichen OSTs auch welche, die immer wiederkehrende Melodien verwenden, so zum Beispiel geschehen in dem Film Kikujiro no natsu (Kikujiros Sommer), in dem Takeshi Kitano (auch bekannt aus Filmen wie Hana-bi, Brother, Dolls, Zatoichi oder Battle Royale) die Hauptrolle spielte.
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