Interview mit vistlip

interview - 13.06.2009 14:00

Kurz vor der Veröffentlichung ihres neuesten Realeases unterhielt sich JaMe mit der aufstrebenden Band vistlip.

Stellt euch bitte unseren Lesern vor.
Tomo: Ich bin der Sänger, Tomo.
Yuh: Ich bin der Gitarrist, Yuh.
Umi: Ich bin der Gitarrist, Umi.
Rui: Ich bin der Bassist, Rui.
Tohya: Ich bin der Schlagzeuger,Tohya. Schön, eure Bekanntschaft zu machen.

Aus welchem Grund habt ihr euch für den Namen "vistlip" entschieden?

Tomo: Das Wort "vistlip" ist unsere Eigenkreation, wir haben es aus "Vista" und "Lip" zusammengesetzt. "Vista" bezieht sich auf das Sehen und "Lip" auf Dinge, die aus dem Mund kommen, eine Melodie zum Beispiel, also auf die akustische Wahrnehmung.

"Vis" bedeutet auch Gewalt, euer Name lässt sich also leicht als Kombination aus "Vis" und "Trip" missverstehen.

Tomo: Es gibt ziemlich viele Fans, die meinen, dass der Bandname "Trip" beinhalten würde. Selbst jetzt noch missverstehen sie den Namen und denken, dass der Buchstabe "l" in vistlip eigentlich ein "r" ist. (lacht)

Ihr möchtet also "Lip" hervorheben, richtig?

Tomo: Das möchten wir, aber ich finde, es ist auch interessant, dass man es als "Trip" lesen kann.

Könnt ihr uns erzählen, wie die Band gegründet wurde?

Umi: Tomo, Yuh und Rui haben vorher zusammen in einer Band gespielt. Ihre Band trennte sich, meine später auch und Tohyas Band löste sich auch auf. Wir kamen gut miteinander aus, als wir noch in unseren vorherigen Bands spielten, wir waren befreundet. Als ich Mitglieder für eine neue Band suchte, fragte ich zunächst Tohya, während Tomo sich an mich wendete. Also dachten wir: "Lasst es uns einfach versuchen und uns einmal zu fünft treffen." Wir trafen uns und spielten in einem Studio, hinterher beschlossen wir die Sache einfach anzugehen.

Hattet ihr alle ungefähr das gleiche Level?

Tomo: Ja. Wir sind alle auf Events derselben Livehäusern aufgetreten.

Ihr habt vistlip am 07. Juli 2007 gegründet, das macht insgesamt dreimal die Sieben. Verbirgt sich dahinter eine besondere Bedeutung?

Tomo: Nein, es war nur ein Zufall. Als wir uns dazu entschlossen, die Band zu gründen, war es ungefähr ein Uhr nachmittags am 7. Juli.

Umi: Wir haben uns in der Nacht des 6. Juli getroffen. Sie fragten mich schon seit einer Weile: "Warum steigst du nicht einfach bei uns ein?", aber ich hatte zu der Zeit diverse Dinge im Kopf und hatte mich noch nicht entschieden. Ich fragte mich: "Was soll ich tun?" Als wir das Studio um exakt ein Uhr nachts verließen, beschloss ich, es durchzuziehen. Als wir draußen entlang gingen merkten wir; "Ah, es ist der 7. Juli." (lacht)

Habt ihr nie in Erwägung gezogen die Band 777 zu nennen?

vistlip: (lachen)
Umi: Naja, wir haben zum Spaß darüber nachgedacht uns "Seven" zu nennen, aber das hat nicht wirklich zu uns gepasst. (lachen)

Eure Musik umfasst verschiedene Elemente, wie Fusion, Alternative, Loud und weitere. Welchen Sound strebt ihr an?

Tomo: Wir versuchen grundsätzlich, uns nicht festzulegen, uns nur auf einen Aspekt zu beschränken, das sagt uns als Band nicht zu. Da es in jedem Genre gute Aspekte zu finden gibt, möchten wir diese aufnehmen und sie auf unsere eigene Art und Weise umsetzen. Wir machen nicht nur düstere oder fröhliche Songs und wenn jemand uns fragen würde "Ihr spielt Popsongs, aber wie steht es eigentlich mit Shouten?"- Wir mögen Songs in denen geshoutet wird... deshalb ist es ein ziemlich selbstbezogenes Konzept. (lacht)

Ihr kombiniert diese Elemente allerdings ziemlich gut miteinander.

Tomo: Nun, alles im allem möchten wir, dass vistlip ein völlig neues Genre darstellt.

Ihr folgt also keinem bestimmten Konzept?

Umi: Nicht wirklich. Wenn wir uns festlegen und dabei scheitern würden, wäre dies eine Sackgasse, also tun wir das, was immer wir für gut halten... nun, wir sind ziemlich flexibel. (lacht)

Solange ihr eure Songs richtig formen könnt, scheint es in Ordnung zu sein. (lacht) Es muss ziemlich hart sein, wenn ihr die Stücke nicht zusammensetzen könnt.

Umi: Ah, wir haben Songs, bei denen das der Fall ist. (lacht)
Yuh: Solche Songs spielen wir nicht, sobald wir merken; "Ah, das wird nicht funktionieren." (lacht)
Tomo: Es zerstört Songs, wenn sie zu einseitig sind, das gilt vor allem für unser Empfinden. Wir denken nur: "Das sind nicht wir, oder?" und hören an diesem Punkt auf.
Umi: Es fängt damit an, dass jemand sagt: "Ist das nicht langweilig?" (lacht)

Welche Musik hört ihr privat?

Umi: Ich bin da sehr einseitig. Ich mag zum Beispiel Loud, Emo, Mixture und Ähnliches. Grundsätzlich mag ich Musik von richtigen "Livebands", deshalb höre ich keine digitale Musik.

Du hörst keine digitale Musik? Bei eurem Image würde man das aber vermuten.

Umi: (lacht) Ich mag richtige Instrumente. Von den Überseebands mag ich zum Beispiel Linkin Park, Limp Bizkit und Story of the Year. Von den japanischen Bands mag ich solche wie ACIDMAN.

Tohya: Ich bin in letzter Zeit auch ziemlich fokussiert und ich mag besonders J-Pop. Computer Input Musik mag ich auch sehr gerne. Was den aktuellen japanischen J-Pop anbelangt, machen in den meisten Fällen Computer Inputs den Hauptteil aus. Ich habe früher oft lautere Musik gehört, solche von Bands, die Umi aufgezählt hat, aber gerade bin ich "caught by catchy melodies", die sich leicht hören lassen. (lacht) Ich habe nur versucht, einen Witz für das ausländische Publikum zu machen! (lacht)
vistlip: (Brechen in Lachen aus)
Tomo: Ich mag Musik in der hauptsächlich gerappt wird, wenn ich Mixture und Hip-Hop höre, höre ich wieder vermehrt solche Musik. Aber momentan höre ich nur Animesongs.

Magst du Anime?

Tomo: Ich mag Songs, die in Anime verwendet werden. Das sind so genannte Animesongs. Ich interessiere mich für Songs, die in Animes verwendet werden, wenn ich sie mir regelmäßig anschaue, oder Songs, die für Spiele benutzt werden. Anime ist zunächst eine Prämisse. Also kann ich nicht sagen, welche Musik mir gut gefällt.

Yuh: Ich bin Gitarrist, deshalb mag ich Bands, bei denen der Gitarrensound in den Mittelpunkt rückt und die Gitarre die zweite Position direkt nach dem Gesang einnimmt. Ich mochte vor allem progressive Bands, wie zum Beispiel Dream Theater und Slipknot unter den westlichen Bands und SIAM SHADE unter den japanischen. Trotzdem habe ich, kurz bevor wir vistlip gegründet haben, angefangen J-Pop zu hören, besonders den mit Sängerinnen, momentan höre ich solche Musik ständig.

Hörst du auch instrumentale Musik?

Yuh: Dream Theater haben instrumentale Songs. Die höre ich mir an, aber ich höre keine Konzeptalben mit rein instrumentalen Songs von Bands, die ausschließlich diese Art von Musik spielen.

Also hörst du auch keine Alben von Gitarristen, richtig?

Yuh: Richtig. Aber ich habe das erste Album von DAITA, SIAM SHADEs Gitarristen, gekauft.
Rui: Ursprünglich mochte ich Punk, bis ich dann in der Juniorhighschool anfing, Popmusik zu hören. Jetzt ist es so, als ob sich beide Genres annähern würden. Ich mag eher fröhlichere Musik, die ihre Wurzeln im Punk hat, wie zum Beispiel New Found Glory.

Euer Debütalbum, "Revolver", wurde am 23. April 2008 veröffentlicht, das liegt fast schon ein Jahr zurück. Habt ihr das Gefühl, dass dieses Jahr schnell vergangen ist?

Tomo: Hmm... schnell? Ich weiss nicht. Ich habe nicht das Gefühl, dass es schnell vergangen ist.
Yuh: Ich auch nicht. Ich frage mich eher: "Was? Es ist noch immer kein Jahr her?" Zuerst dachten wir uns: "Ein Jahr geht schnell vorbei", aber nun ist es immer noch nicht an dem und mittlerweile bemerken wir eher: "Es ist tatsächlich noch nicht um."
Umi: Die erste Hälfte fühlte sich unglaublich kurz an. Die ersten sechs bis neun Monate sind schnell vergangen.
Tomo: Ja. Die zweite Hälfte des Jahres verstreicht sehr langsam.
Yuh: Diese zwei bis drei Monate ziehen sich unheimlich hin.
Tomo: Die Leute sagen oft, wenn man beschäftigt ist, vergeht die Zeit wie im Flug. Eine Woche geht sicherlich schnell vorbei.
Tohya: Ah, das ist wahr.
Tomo: Wie zum Beispiel: "Es ist schon wieder eine Woche vergangen. Dieser Anime läuft schon wieder." (lacht) Aber ein Jahr vergeht sehr langsam.

Was ist euch von diesem Jahr am besten in Erinnerung geblieben?

Tomo: Wir haben ständig aufgenommen. (lacht)

Ihr habt viele CDs innerhalb eines kurzen Zeitraum veröffentlicht. Nachdem ihr euer erstes Album im April 2008 veröffentlicht hattet, habt ihr ab September desselben Jahres 3 Singles herausgebracht. Ihr wart wahrscheinlich durchgehend mit den Aufnahmen beschäftigt, oder?

Tomo: Ja, es war, als ob wir nichts anderes gemacht hätten. (lacht)
Yuh: Das war ein Jahr lang unser Alltag. (lacht) Da wir immer das Gleiche gemacht haben, habe ich keine besonderen Eindrücke mehr von den Aufnahmen.
Rui: Es war, als ob wir jeden Tag dasselbe gemacht hätten.
Umi: Wenn wir Konzerte gespielt hätten, wäre es vielleicht anders gewesen, aber wir haben noch kein einziges gegeben. Wir haben nie den Punkt erreicht, an dem wir sagen konnten: "Fertig! Jetzt können wir aufhören!" Es ging immer so :"Fertig! In drei Wochen fangen wir von vorne an!" (lacht)
: Also ist die einzige Erinnerung, die mir geblieben ist, das Studio. (lacht)

Hattet ihr vorab genügend Songs, auf die ihr zurückgreifen konntet?

Umi: Nein, hatten wir nicht! Wir hatten fast gar keine. (lacht)
Tomo: Es war, als ob wir sie erfunden und dann aufgebraucht hätten, dann nochmal erfunden und nochmal aufgebraucht. (lacht) Wir haben manche Songs erst zwei Tage vor den Aufnahmen fertiggestellt.
Umi: Ich habe Yuh einmal gefragt: "Wie viele Songs hast du auf Lager?" und er antwortete: " So ungefähr 100." (lacht)
Yuh: Das habe ich auf gar keinen Fall gesagt!
vistlip: (brechen in Lachen aus)
Umi: Ich fragte mich nur, wo er dieses Lager hat. (lacht)
Tomo: Er hat seine Songs schnell satt, vielleicht wirft er sie in den Müll. (lacht)
Yuh: Ah, sie lassen sich soo leicht mit einem PC löschen. (lacht)
Umi: Selbst, wenn wir Songs vorrätig haben, verwerfen wir sie möglicherweise. Wir machen das, von dem wir denken, dass es zu einem bestimmten Zeitpunkt passt. Wenn wir drei Songs für eine Single verwenden und wir finden, dass ein Song gut ist, aber nicht zu der CD passt, planen wir, ihn für die nächste Aufnahme zu nehmen. Aber möglicherweise wollen wir ihn dann wieder nicht. (lacht)

Ihr habt eure Singles "Sara", "alo[n]e" und "drop note" im Abstand von jeweils einem Monat veröffentlicht. Wie seid ihr auf diese Idee gekommen?

Tomo: Ich glaube es war Umis Idee.
Umi: Wir möchten jedes Mal etwas Interessantes machen. Ich wollte keine bedeutungslosen CDs veröffentlichen. Unser erstes Release war "Revolver" und wir sahen das Album als eine Art Visitenkarte, mit der wir vistlips wesentliche Form zeigen konnten, was für eine Band wir sind. Es kam ziemlich gut an und als ich dann darüber nachdachte, wir wir vorwärts kommen, uns verbessern könnten, wo unsere Stärken lägen, dachte ich an drei Raster. Wir haben drei klare Stiltypen. Ich dachte mir, wenn wir sie alle auf einer CD mischen und veröffentlichen würden, gelänge es uns nicht, die verschiedenen Stile gut zu formen. Also kam mir die Idee, sie in drei zu teilen und dann kontinuierlich innerhalb eines gewissen Zeitraums zu veröffentlichen. So könnten wir den Leuten zeigen, dass wir diese drei Arten von Songs haben.

Also habt ihr die Tracklist im Hinblick auf die Songraster zusammengestellt.

Umi: Ja, so haben wir es gehandhabt.

Habt ihr euch keine Sorgen über die Auswahl der passende Songs gemacht?

Umi: Hmm, es hat mir schon ziemliches Kopfzerbrechen bereitet.
Tomo: Nein, über die Titelsongs haben wir uns keine großen Sorgen gemacht.
Umi: Wenn überhaupt, dann über die Couplingsongs.

Wie waren die DVD Aufnahmen zu den Songs?

Tohya: Sie waren hart. (lacht) Besonders, als wir "Sara" gedreht haben, das war sehr hart. (lacht).
Tomo: Wir haben nie Zeit, wir machen zusätzlich noch ein Fotoshooting neben dem Dreh.

Das ist zeitsparender, nicht wahr?

Tomo: (lacht) Gut, es war sehr effizient... aber ich hatte nicht das Gefühl, dass solche Sachen auf denselben Tag gelegt werden sollten. (lacht) Trotzdem, es ist jedes Mal schwierig.
Umi: Was noch hinzukommt: es war an allen Drehtagen heiß! (lacht) Und als wir "Revolver" aufgenommen haben, war es kalt! (lacht)
Tomo: Ja, ich weiß nicht, woran es lag, aber die Klimaanlage hat kein einziges Mal richtig funktioniert. (lacht)
Umi: Gut, eigentlich haben wir die Klimaanlage ausgeschaltet, weil sie Krach machte und unsere Fächer zum flattern brachte, weil wir Nebel verwendet haben und so weiter. (lacht)

Das klingt ziemlich anstrengend.

Tomo: Wir geben uns Mühe, unter den bestmöglichen Voraussetzungen zu drehen.
vistlip: (brechen in Lachen aus)

Tomo, deine Texte weisen einen besonderen Sinn für Realität auf. Lässt du dich beim Schreiben von deinem Alltagsleben inspirieren?

Tomo: Ich denke immer an die Dinge, die eng mit unserem alltäglichen Leben verknüpft sind. Ich mag keine fantastischen Texte, ich verstehe ihr Wesen nicht wirklich. Ich finde solche Texte interessant und es ist nicht so, dass ich eine Abneigung gegen sie verspüren würde, aber wenn es darum geht, Texte zu schreiben und zu singen, ziele ich auf eine Bedeutung und eine Botschaft ab. Ich bin Japaner, deshalb gehe ich von den Dingen des japanische Alltags aus, darum glaube ich, dass meine Texte für das ausländische Publikum schwer nachvollziehbar sein könnten. Ich benutzte sogar japanische Ortsnamen. Und manchmal benutze ich japanische Worte wie „uzai “(lästig) und ähnliche.

Trotzdem findet man ein paar anstößige englische Ausdrücke in "aya".

Tomo: Aah...(lacht)

Das sind ziemlich barsche Worte.

Tomo: Um ehrlich zu sein...ich habe mich bei diesen Worten bewusst für das Englische entschieden. Ausländern erscheinen sie wohl ziemlich roh, da sie die einzelnen Worte verstehen, aber momentan veröffentlichen wir unsere CDs nur in Japan, deshalb dachte ich mir, wenn ich die Worte auf Japanisch schreiben würde, würden sie wohl zensiert werden. (lacht) Deshalb hab ich sie im Slang versteckt. (lacht)

So ist das also. Durch den Rap kannst du leichter der Kontrolle entkommen?

Tomo: Ja. Slang hat mehrere Bedeutungen. Im englischen Slang kann ein und derselbe Satz verschiedene Bedeutungen haben.

Du scheinst aber auch gerne typisch japanische Wörter zu verwenden, zum Beispiel "kagome kagome" in "earl grey".

Tomo: Das stimmt. Ich mag auch japanische Lyrics.

Dieser Song scheint aber doch eine ziemlich fantastische Sicht der Dinge zu haben.

Tomo: In diesem Fall... ziemlich... (lacht)

Tomo, berätst du dich mit demjenigen, der den Song komponiert, wenn du die Texte schreibst?

Tomo: Nein, das mache ich nicht.

Schreibst du die Texte einfach nach deiner eigenen Vorstellung?

Tomo: Ja.

Aber du fragst manchmal nach, oder?

Tomo: Ah, wenn ich nicht weiter komme, frage ich, "Was wollt ihr? Welches Bild hattet ihr im Kopf, als ihr das geschrieben habt?"
Yuh: Er scheint immer ein bisschen ärgerlich zu sein, wenn er das fragt. (lacht)
Tomo: Ich schreibe keine Melodien. Während ich manchmal Rap Parts mache, macht derjenige, der den Song komponiert hat, für gewöhnlich die Melodien. Wenn man Melodien schreibt, setzt man doch eigentlich automatisch Lyrics ein, oder? Ich will jedes Mal unbedingt fragen, "Was hast du da gesungen?" Trotzdem bekomme ich keine vernünftigen Antworten. Gut, ich bekomme sehr vage Sachen, also schreibe ich, was mir gerade durch den Kopf geht... aber ich mag es nicht. (lacht) Also überarbeite ich es manchmal.
Umi: Was das angeht, ist er ein Egoist. (lacht)

Umi: Du bist der Bandleader und für vistlips Erscheinungsbild verantwortlich. Wie legst du von mal zu mal den Style fest?

Umi: Hmm, zuallererst versuche ich das Bild unseren Songs anzupassen und versuche mir etwas Ausgefallenes auszudenken. Bei den Kostümen überlege ich einfach, was ich an den einzelnen Mitgliedern gerne sehen würde und designe sie demenstsprechend...

Entwirfst du das komplette Design?

Umi: Ja. Die CD Booklets gestalte ich im Hinblick auf die Songs und die Texte, sodass man beim Hören eine Verbindung zwischen beidem erstellen kann. Ich habe ein großes Repertoire an Vorstellungen von dem, was ich gerne machen würde, also nutze ich sie immer da, wo ich sie für angemessen halte.

Was halten die anderen Mitglieder von Umis Leitung?

Tomo: Nun... ich verstehe was er sagen will. Wenn er sagt: "Ich möchte diese Sache machen", bringt er sie zum Laufen. (lacht)

Umi: Die anderen Mitglieder widersprechen mir nicht oft. Grundsätzlich überlassen sie mir den Großteil der Planung was unsere Outfits und CD Cover betrifft. Ich versuche aus alltäglichen Gesprächen zu schlussfolgern, welches Outfit zu einem bestimmten Mitglied passen könnte, ob die betroffene Person gerade eine bestimmten Trend verfolgt. Naja, diese Methode funktioniert trotz allem nicht besonders gut, ich berate mich mit Rui. Ich verlasse mich sehr auf ihn.(lacht)

Nun, sogar im Alltag scheint ihr ziemlich modebewusst zu sein.

vistlip: (kichern und grinsen einander an)

Bitte erzählt uns, welche Rolle jedes Mitglied in der Band einnimmt.

Tohya: Nun... um ehrlich zu sein. Ich bin mir nicht sicher, welche Rolle mir die anderen zuschreiben.
Tomo: Was redest du denn da!
vistlip: (brechen in Lachen aus)
Tohya: Hm, ich persönlich denke, dass ich für die poppige Seite der Band verantwortlich bin.
Yuh: Ah, du bist für Pop verantwortlich. Das ist eine gute Art zu antworten, ich kann locker weitermachen! (lacht)
Tohya: Das gilt für die Songs und selbst wenn wir uns privat treffen, bin ich "Pop".
vistlip: (brechen in Lachen aus)
Yuh: Zu mir passen eher Mixture und Loud. Ich möchte eindringlich rappen und in eine düstere Stimmung überleiten. Also bin ich für den harten Part zuständig. (lacht)
Rui: Ich denke die friedlichen und ruhigen Aspekte fallen in meinen Aufgabenbereich. (lacht)
Tomo: Bist du nicht für die Stimmung verantwortlich?
Umi: Er ist sehr gut darin, die Atmosphäre zu schaffen.

Hat er irgendeine Heilkraft?

Umi: Ich denke schon. Wenn die Atmosphäre sehr gespannt ist, mildert er die Stimmung. Ich weiss nicht, ob er es bewusst macht oder nicht. Manchmal macht er das auch, wenn wir gerade an Songs arbeiten.
Tomo: Nun, er ist auch fürs Aussehen verantwortlich.
Umi: Er ist für den gutaussehenden Part der Band verantwortlich.
vistlip: (lachen)
Tomo: Umi spielt eine erzieherische Rolle. (lacht)
Umi: Ich bin wie ein Elternteil. (lacht) Ich spiele die Rolle eines Aufsehers. Wenn ich sie nur für einen Moment aus den Augen lasse, verhalten sie sich alle unmöglich und ich hätte keine Ahnung, was sie tun würden, wenn ich nicht die Zügel anziehen würde. (lacht) Und ich kümmere mich um die visuellen Aspekte, ich bin also offensichtlich für das Seltsame verantwortlich! (lacht)
Tomo: Ich sage, was ich will, nicht wahr... ich bin für den Egoismus zuständig. (lacht)
Umi: Das ist er wirklich, aber auch auf eine positive Art. Er bricht glatte Songs mit seiner gewaltigen Rücksichtslosigkeit auf.
Tomo: Letztendlich sagen die Mitglieder, dass es gut ist, also habe ich unerlässlicherer Weise recht. (lacht)
Umi: Er ist auch im Alltag egoistisch. Wenn wir sagen, dass wir nach Hause gehen möchten, antwortet er für gewöhnlich: "Ich gehe nicht nach Hause ohne gegessen zu haben."
vistlip: (Brechen in Lachen aus)
Umi: Das würde uns dann erst mal wieder zum Staunen bringen. Seine unverschämt egoistische Art sprengt manchmal jeden Rahmen.
Tomo: Von mir käme so etwas wie: "Umi, komm schnell und hol mich ab!"
Umi: Ich würde dann antworten: "Hä? Was? Ich bin doch schon längst am Ziel angekommen!" (lacht)

Das Konzept eures neuen Albums "Patriot" ist "Heilung und Medikamente". Warum habt ihr euch für dieses Thema entschieden?

Tomo: Das habe ich zu meinem eigenen Nutzen gemacht. (lacht) Normalerweise behandle ich in meinem Blog psychologische Themen, zum Beispiel wie hart es ist, in dieser Welt zu leben und Fans schreiben mir auch E-Mails zu solchen Dingen. Ich schreibe nicht allen persönlich zurück, ich glaube, dass das nicht gut ist. Deshalb versuche ich, allen in Form meiner Texte zu antworten. Ich schreibe schon seit längerem über Heilung, aber dieses Mal ist dieser Aspekt mehr in den Vordergrund gerückt. Ich habe dieses Mal Worte in jeden Song eingebaut, die im Bezug zu Arzneimitteln und Tieren stehen, also sind sie wohl irgendwie zum Konzept geworden.
Umi: Es ist nicht so, als ob wir das Konzept aus dem Nichts geholt hätten, wir haben darüber gesprochen, dass wir dem Album mit einem Konzept mehr Bedeutung geben könnten und während wir darüber nachdachten, schrieben wir Songs, fügten die Texte hinzu und so weiter.
Tomo: Ich meinte: "Ich mache die Lyrics so" und schrieb ab dann kontinuierlich.

Im ersten Song, "neiro-melody line-", erwähnst du ein bestimmtes Medikament, "Diazepam".

Tomo: Ich wollte Medikamente und Krankheiten in die Texte streuen. Ich dachte mir einfach, dass es interessant wäre.

Du hast in diesem Song und auch in "kageoni" über deine momentanen Gefühle geschrieben, ist das richtig?

Tomo: Ja, das stimmt.

Deine Texte wirken manchmal sehr zynisch, empfindest du das auch so?

Tomo: Ich glaube dieser Aspekt ist diesmal in den Vordergrund getreten. Wenn ich über mich schreibe, tue ich das sehr zurückhaltend und lasse die Texte abstrakt klingen. Ich möchte nicht unangemessen sein und ich denke, es ist nicht gut, mich zu sehr selbst darzustellen. Da wir eine Band sind, möchte ich meine Ausdrücke abstrakt halten. Ich dachte mir, es wäre gut, eine Balance herzustellen, das habe ich dieses Mal versucht.
Umi: Viele Menschen verbinden eine sanfte Vorstellung mit "Heilung" und "Medikament", aber wenn man darüber nachdenkt, sieht man, dass Heilung für jede Person etwas anderes bedeutetet. Ein Medikament hat auch verschiedene Bedeutungen und kann gut oder schlecht sein, das hängt von seiner Verwendung ab, deshalb dachten wir, dass wir diese Weite gut mit dem Thema vermitteln können.

Warum habt ihr "Patriot" als Titel gewählt? Meint ihr den Begriff im Sinne einer patriotischen Person?

Tomo: Es hat überhaupt nichts mit einer patriotischen Person zu tun. Wir haben vorher das Album "Revolver" veröffentlicht und Revolver bedeutet Waffe, also haben wir diesmal Patriot im Sinne von Geschoss genommen. (lacht) Wir werden das Album ungefähr in der selben Zeit veröffentlichen, in der wir unser Debütalbum herausgebracht haben und es ist genau wie damals ein Minialbum - wir haben etwas gesucht, das stärker ist, als ein Revolver, ich glaube, das ist einfach nur kindisch. (lacht) Patriot hat außerdem noch eine andere Bedeutung, "Landsleute", das passt, denn wir schätzen wirklich die Bande zwischen den Bandmitgliedern. Der Patriot an sich hat also rein gar nichts mit dem Titel zu tun, obwohl dies die primäre Wortbedeutung wäre. (lacht)

Zum CD Cover: Im Vordergund sieht man Tiere, während sich eine schöne Szenerie im Hintergrund erschließt, davor stehen Ruinen. Dies scheint eine künstlerische Bedeutung zu haben. Was wolltet ihr mit diesem Design symbolisieren?

Umi: Es wurden zwei Versionen der CD veröffentlicht, "vister" und "lipper", auf beiden findet man zwei spezifische Songs. Bei "vister"“ sind das "Re: Ashita haretara" und "Princes Dizzy", bei "lipper" "Pavé au chocolat" und "Aya". Als ich mir die fertigen Songs angehört habe, dachte ich an zwei Tiere. Bei "vister" an eine Giraffe und bei "lipper" an ein Schwein. Ich wollte die Tiere für das Cover verwenden, aber mir fiel einfach keine passende Möglichkeit ein. Ich sprach mit Tomo darüber und er sagte, das Album gleiche einer Stadt, also entschied ich mich, der jeweiligen Version entsprechend, für das Bild eines Highways oder einer Stadt in kräftigen Farben, ein versionspezifisches Tier und graue Ruinen im Vordergrund.
Ich finde, die Perspektive des Albums ist die eines Buches. Die schwarz weissen Ruinen sind die Grenze zur wirklichen Welt und wenn man die CD, also das Buch öffnet, ist dort die farbenfrohe Stadt. Ich möchte widernatürliche Cover mit Unstimmigkeiten entwerfen. Also habe ich die Giraffe in einer Stadt und das Schwein auf einem Highway positioniert.

Also hast du es einem Buch nachempfunden?

Umi: Nicht wirklich, aber nachdem die CD fertiggestellt war und ich mir alle sechs Songs nacheinander angehört hatte, fühlte ich mich, als hätte ich gerade einen Roman zuende gelesen. (lacht)

Würdet ihr uns etwas über eure Zukunftspläne verraten?

Umi: Wir werden am 7 Juli im Shibuya O-WEST unser erstes One Man Konzert geben!

Oh, an diesem Tag feiert ihr euer zweijähriges Bestehen, oder?

Umi: Ja. Wir wollten unser erstes One Man Live erst halten, nachdem wir gut genug geworden sind und nur an einem Tag, der eine besondere Bedeutung für uns hat. Wäre am 7 Juli nicht unsere Jubiläum, würden wir nicht spielen. (lacht)
Tomo: Wir sind schon oft gefragt worden, warum wir keine One Man Konzerte geben, aber wir stehen denen, die exzessiv One Man Konzerte spielen, eher skeptisch gegenüber. Es hat sich gelohnt, bis zum 7. Juli zu warten. Obwohl es schon ein bisschen spät zu sein scheint. (lacht)
Umi: Unser erster offizieller Auftritt fand im O-WEST statt. Also wollten wir das One Man dort geben und haben es gerade noch so geschafft, es auf den 7. Juli zu legen.

Können wir irgendwelche Veröffentlichungen nach April erwarten?

Umi: Das steht noch nicht fest. Wir sollten trotzdem bald wieder anfangen, Songs für das nächste Release zu schreiben und aufzunehmen.

Ihr nehmt oft an Instore Events (Veranstaltungen in CD Läden) teil, nicht wahr?
Umi: Ja, das ist der perfekte Ort, um direkt mit den Fans zu kommunizieren.
Seid ihr diese Veranstaltungen mittlerweile gewohnt?
Tomo: Nein... ich nicht...(lacht)
Könnt ihr gut mit unerwarteten Fragen umgehen?
Tomo: Erst vor kurzem hatten wir eine Veranstaltung, die ich sehr gelungen fand, und hinterher dachte ich mir: "Letztendlich konnte ich viel sagen!“"(lacht)

Umi: Tomo gewöhnt sich ziemlich gut an diese Situation. Aber trotzdem, wenn er sich in Bezug auf etwas schwach fühlt, wird er unheimlich zaghaft... wie ein neugeborenes Rehkitz. (lacht)

Fällt es dir dann schwer, zu sprechen?

Tomo: Nun, ich weiß nicht... Ich denke, unsere Fans haben sich auch noch nicht richtig an uns gewöhnt. Es ist uns verboten worden, mit Fans zu reden, die bei Auftritten vor den Hallen warten, also sind diese Veranstaltungen unsere einzige Möglichkeit. Wenn wir dort reden, sind sie vollkommen still...
Umi: Sie wissen nicht, wie sie auf uns reagieren sollen.
Tomo: Selbst wenn ich Witze mache. (lacht)
Umi: Die Fans haben sich noch nicht an uns gewöhnt, deshalb wissen sie nicht, ob es okay ist, zu lachen oder nicht, ob wir weiter sprechen oder nicht, sie fragen sich: "Kann ich jetzt lachen?" "Kann ich etwas sagen?"

Wie wäre es, wenn ihr Schilder mit "Bitte Lachen“ hochhalten würdet? Und aufgenommene Lacher laufen lassen würdet? Das Event könnte ziemlich unterhaltsam werden.

vistlip: (lachen)
Tohya: Wie eine durchgeplante Fernsehshow, nicht wahr? (lacht)
Umi: Tomo hat sich am besten dran gewöhnt.
Tomo: Ich komme jetzt damit klar.
Umi: Allerdings wird Tohya jedes Mal rot.
Tohya: Ja. Es ist wie eine Krankheit. (lacht)
Umi: Er wird wirklich rot wie ein Apfel. Und er fängt an, auf eine komische Weise zu reden, so dass wir uns alle fragen: "Was? So kennen wir dich ja gar nicht!", er wird viel zu angespannt. (lacht) er sagt einfach plötzlich etwas, das überhaupt keinen Sinn macht.
Tohya: Ich weiss, dass ich verschiedene Ichs in mir habe... manchmal weiss ich einfach nicht, welches ich sein möchte. Wenn mir unvermittelt eine Frage gestellt wird, überlege ich, welcher Tohya ich gerade bin und versuche das zu entscheiden, während ich einen inneren Konflikt ausfechte. (lacht)

Kann man sich gut mit dir unterhalten?

Yuh: Er ist so eine Person, die zwangsläufig Leute zum Lachen bringt.
Tohya: Ich werde oft nach Pointen gefragt. Aber die Pointen im Privatleben und als Band sind verschiedene.
vistlip: (lachen)
Tohya: Ich fechte immer diesen inneren Konflikt aus. Bis zu welchem Punkt ist es okay und wann habe ich eine Grenze überschritten? (lacht)
Tomo: Er überlegt oft, was er während eines Broadcasts sagen darf und was nicht.
Tohya: Wenn ich zu angespannt bin, fange ich an Dinge zu sagen, die zensiert werden sollten... was dann wiederum zu unnötigen Konsequenzen führt.
Umi: Rui ist immer fröhlich.

Weil er ein Stimmungsmacher ist?

Umi: Es ist manchmal schwer, auszumachen, ob er dem Gespräch zuhört. (lacht)
Tomo: Aber er ist ein sehr interessanter Mensch. Wir treffen uns oft.
Umi: Er hat wirklich ein gutes Gespür innerhalb von Diskussionen, aber bei Instore Events....
Tomo: Ich denke sein On/OFF Modus ist einfach zu offensichtlich. (lacht)

Also verändert er sich, wenn er vor Leuten spricht. Ich schätze, er verändert sich auch wenn er Alkohol trinkt?
Tomo: Er wird anders. Oh, es ist furchtbar.
Umi: Auch wenn er nicht trinkt, es reicht schon, wenn Alkohol nur vor ihm steht. Dann ist er bereits betrunken. (lacht)
Tomo: Wenn wir ihn zum Trinken zwingen, schläft er schnell ein.
Umi: Yuh verfehlt oft das Thema. So wie: "Nein, das war jetzt nicht gefragt." (lacht)

Vielleicht ist er in Gedanken schon voraus.

Yuh: Das ist es. Ich sehe in die Zukunft! (lacht)
Umi: Nein, ich glaube, er ist einfach ein Depp. (lacht) Er ist dann sehr verwirrt und vergisst, was er vorher gesagt hat und er macht Andeutungen, die manchmal überhaupt keinen Sinn ergeben.
Yuh: Ich bin pr... progressiv. (lacht) Eh... Solche Sprachschwierigkeiten habe ich manchmal!
vistlip: (brechen in Lachen aus)

Ich hoffe, er bringt mit solchen Dingen auch die Fans zum Lachen.

Umi: Wenn er es nicht schafft, richtig zu sprechen, wird er knallrot. (lacht)
Tomo: Als ich mir die Videos von den Veranstaltungen angesehen hatte, dachte ich, dass unsere zwei Gitarristen standfest sind. Ich weiss nicht, ob man das auch von den anderen Mitgliedern behaupten kann. (lacht)

Möchtet ihr irgendwann auch im Ausland auftreten?

Tomo: Auf jeden Fall! Aber um ehrlich zu sein, habe ich Angst davor. Das bedeutet nicht, dass wir kein Selbstvertrauen haben, aber ich war noch nie im Ausland.
Umi: Ich habe den Wunsch, im Ausland zu spielen. Trotzdem bin ich mir in Bezug auf verschiedene Aspekte unsicher, ich frage mich zum Beispiel, ob wir wirklich bereit dafür sind. Außerdem habe ich einen empfindlichen Magen und habe Angst, dass etwas Schlimmes passieren könnte. (lacht)
Tomo Ich habe viele Freunde, die mit ihren Bands im Ausland gespielt haben und sie meinen, dass sie Spass hatten. Ich habe gehört, dass das Publikum sie sehr gut aufgenommen hat. Wir können vorwärtskommen, indem wir einfach nur unsere Musik benutzen. Wir wollen unbedingt im Ausland spielen!

Ihr habt ein offizielles Myspace, also könnt ihr mit Fans aus dem Ausland kommunizieren.

Tomo: Das stimmt.

Habt ihr eine Botschaft an unsere Leser?

Tohya: Ich habe meinen Reiseausweis nicht benutzt und er wird bald auslaufen, aber ich habe den Wunsch, ins Ausland zu kommen. Bis jetzt hatte ich noch keine Möglichkeit zu gehen und obwohl ich nicht weiss, ob sich die Leute dort mit unserem Style anfreunden können, möchte ich unbedingt, dass sie vistlip kennen lernen und anfangen, uns zu mögen, ich möchte in der Lage sein mit Leuten aus verschiedenen Orten zu kommunizieren. (auf Englisch) Thank you and I love you!
vistlip: (Brechen in Lachen aus. )
Rui: Ich möchte unbedingt ins Ausland gehen.

Welche Länder habt ihr bis jetzt besucht?

Rui: Ich war in Australien, Frankreich, London, in Kalifornien in den USA, Korea und China. In USA und Korea habe ich als Austauschschüler gelebt.
Tomo: Er ist ein reicher Junge. (lacht)

Rui, man kann deinem Gesicht nicht so einfach deine Nationalität ablesen.

vistlip: (Brechen in Lachen aus)

Wenn du ins Ausland gehst, bekommst du nicht gesagt, dass du Japaner bist, oder?

Rui: Nein, das sagt mir keiner. Wenn ihr die Möglichkeit habt, bitte berührt uns.
Tomo: Sag "Touch me now". (lacht)
Umi: Wir veröffentlichen keine CDs im Ausland, also ist unsere Musik für die Leute dort nur schwer zu bekommen. Wir haben noch nicht im Ausland gespielt und momentan ist das auch nicht in Planung. Wenn ihr auf uns wartet, werden wir euch unsere CDs zugänglich machen und in eurem Land auftreten. Aber... wenn ihr uns wirklich jetzt sehen wollt... Kommt nach Japan! Jetzt sofort!
Yuh: Ich habe lange Zeit im Ausland gelebt, in München in Deutschland. Als ich nach Japan zurückkehrte, sagte ich meinen Freunden: "Ich möchte wirklich dorthin zurückkehren." Um diesen Wunsch zu erfüllen, möchte ich größer werden, bekannt werden und nach Europa gehen. Auch in Amerika ist das Musikspektrum sehr groß und ich denke, dass ich dort viel lernen kann. Ich bin ein wenig besorgt, da ich nicht weiß, welche Art von Musik die Leute im Ausland von vistlip erwarten, oder was für Musik sie mögen, aber wir werden weiterhin Neues ausprobieren. Ich möchte, dass ihr euch unsere Musik anhört und Freude am Gefühl bekommt, vielleicht ein neues Genre entdecken zu können.

Hast du für lange Zeit in Deutschland gelebt?

Yuh: Nein, das war gelogen. Nur ein, zwei Jahre. (lacht)

Hast du in Deutschland Metal gehört?

Yuh: Nein, ich habe die ganze Zeit klassische Musik studiert.
Tohya: Dann sag bitte etwas auf Deutsch!
Yuh: Auf Deutsch...? Das kann ich nicht mehr! (lacht) (auf Deutsch) Guten Tag!
Tomo: Wir bekommen oft Nachrichten aus dem Ausland, in denen wir gebeten werden, unsere CDs dort zu veröffentlichen und Konzerte zu geben. Wie ihr wisst, brauchen wir viele solcher Nachrichten. Es bringt die Leute um uns herum dazu, sich ernsthaft Gedanken über dieses Thema zu machen, also bitte, tut euch zusammen und ladet uns ein! Ruft uns! Sagt: "Bitte veröffentlicht eure CDs!" Ich hoffe, dass wir dies in eine gute Richtung lenken können. (auf Englisch) Yes we can!
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