Exklusiv-Interview mit ODBZ

interview - 27.02.2008 13:00

JaME hielt im Sommer 2007 ein Interview mit der legendären Rockband ODBZ ab.

Im Sommer 2007 hielt JaME ein Interview mit der legendären Punkrockband ODBZ ab. Die Band macht nun schon seit über 20 Jahren Musik, in der Zeit veröffentlichte sie allein mehr als 17 Alben unter diesem Namen. Wir befragten sie über ihre Gründung, ihre Namensänderung und das Geheimnis ihres Zusammenhaltes seit nun mehr als zwei Jahrzehnten.

Könntet ihr euch bitte für unsere Leser, die euch bis jetzt noch nicht kennen, vorstellen?

NAKAMURA: Ich bin Sänger NAKAMURA.
IMAI: Ich bin Gitarrist IMAI.
HASHIMOTO: Ich bin Bassist HASHIMOTO.
KITANI: Und ich bin Schlagzeuger HIDEHISA KITANI. Schön, euch kennen zu lernen.

Wie habt ihr euch getroffen?

NAKAMURA: Wir trafen uns in Nagasaki auf Kyushu, als wir 16 oder 17 Jahre alt waren und gründeten unsere erste Band. Wir absolvierten die High School und nachdem wir zu arbeiten begonnen hatten, sagten wir: "Warum gründen wir nicht wieder eine Band?" und zogen es durch. Wir kamen nach Tokyo und gaben 1989 unser Debüt. 1995 hatten wir einen Mitgliederwechsel als HASHIMOTO zu uns stieß und danach verließ Roger TAKAHASHI die Band. Er hatte vier bis fünf Jahre Schlagzeug gespielt. Kurz darauf stellte uns mein Freund KITANI als "einen 28 Jahre alten Typen von Kyushu, der schon immer Schlagzeug spielt" vor. Also veranstalteten wir ein Vorsprechen mit ihm, ehe er der Band beitrat.

War euer Sound damals dem heutigen ähnlich?

IMAI: Wir spielten unterschiedliche Musik, so wie Rock'n'Roll und Punkmusik.

Von welchen Bands wurdet ihr dabei inspiriert?

IMAI: Als ich begann, Deep Purple, KISS und Aerosmith zu hören, fing ich auch etwa zur selben Zeit an, Gitarre zu spielen.
NAKAMURA: Ich hörte mehr Hardrock wie IMAI. Ich hörte nicht so viel Punkrock mit Ausnahme von The Clash und den SEX PISTOLS.
HASHIMOTO: Ich hörte mir unterschiedliche Genres an, aber als ich in der High School war, wurde Punkmusik gerade populär, also hörte ich The Clash und NY-Punk. Ich hatte trotzdem vorher schon mal eine Band. Ich komme aus dem Kansaigebiet und ich mochte die Bluesbands aus der örtlichen Musikszene.
KITANI: Bis auf Jazz hörte ich mir alles an.

Demnach ist eure Musik ein Mix aus verschiedenen Stilen, nicht wahr?

NAKAMURA: Ja, er ist nicht sehr geradlinig.

Warum habt ihr vorher in eurem Bandnamen die Kanji "横道坊主" (oudoubouzo) benutzt und das englische 'odd-bowz'?

IMAI: Einfach wegen der phonetischen Entsprechung des japanischen Namens (lacht).
NAKAMURA: Zuerst benutzten wir 'odd-boys', aber wir waren ja keine "Jungs" mehr (lacht), dann nutzten wir den Ersatzcharakter 'bowz'.

Gibt es einen Grund, warum ihr euren Namen von ODD-BOWZ in ODBZ geändert habt?

NAKAMURA: Aus Designgründen. Wir dachten, dass 'ODBZ' so, wie es jetzt geschrieben wird, cool ist.

Was war der Anlass dafür, dass ihr euer Majorlabel (Toshiba EMI, AMUSE) 1994 verlassen habt und euer eigenes Label gestartet habt?

NAKAMURA: Wir gehörten einem Majorlabel an und uns wurde gesagt: "Ihr veröffentlicht jede Menge Lieder, aber verkauft nicht so viele davon. Bringt weniger Lieder heraus und verkauft mehr.", was uns wirklich verwirrte. Wir sollten neue Lieder schreiben, aber das konnten wir nicht so einfach. Wir dachten: "Was sollen wir nur machen?", also teilten wir ihnen mit, dass wir mehr Zeit benötigten. Sie fragten uns, wie lange und wir konnten nur antworten mit: "Das wissen wir nicht." Ehrlich, wir wussten nicht, wie lange es dauern würde. Wenn wir es mit Gewissheit gewusst hätten, dass es zum Beispiel ein halbes Jahr dauern würde, dann hätten wir für diese Zeit bezahlt werden können. Das war nicht der Fall; wir wussten einfach nicht, wie lange es dauern würde und hassten es, dass sie uns bezahlten, obwohl sie verärgert waren. Also entschieden wir uns, zurück zu den Anfängen zu gehen und verließen das Label.

Gab es irgendwelche Unterschiede im Musikstil, was das Label von euch wollte und was ihr machen wolltet?

IMAI: Um die Zeit unseres Debüts herum ja, aber wir wurden mit der Zeit freier in unseren Entscheidungen. So im Nachhinein wollten wir keine Schwierigkeiten mit ihnen, wir wollten nur Zeit.

NAKAMURA, du hast 1989 im Film ZAZIE mitgespielt. Wie war das?

NAKAMURA: Ich musste viel lernen. Eigentlich dachte ich, dass Filme machen dasselbe wäre wie Musik machen, aber als ich es dann gemacht habe, war es total anders.

Hast du dich fürs Schauspielern interessiert?

NAKAMURA: Ja, damals hat es mich sehr interessiert.

Ihr seid 1990 in das UK geflogen, um euer drittes Album aufzunehmen. Wie war diese Erfahrung?

IMAI: Das Gefühl war anders. Ich lebte in meiner Lieblingsstadt für etwa einen Monat und machte während der gesamten Reise Aufnahmen. Ich hatte eine verdammt tolle Zeit.
NAKAMURA: Seit wir nicht mehr an andere Dingen denke mussten, waren wir in der Lage, uns auf die Musik zu konzentrieren.

Warum habt ihr Großbritannien ausgewählt?

IMAI: Ich liebe Großbritannien sehr.

Also wurde der Einfluss Großbritanniens in eurem Album verarbeitet?

IMAI: Ja. Wenn ich eine Vermutung wagen sollte, ob es eher amerikanischer oder britischer Einfluss ist, würde ich sagen, dass es mehr von den britischen Einflüssen hat.

ODBZ hat an verschiedenen Events für Freiwillige und Wohltätigkeitsorganisationen teilgenommen, wie euer Beitrag 1991, als ihr all eure Einnahmen aus der Veranstaltung für Shimabara, welches beim Ausbruch des Berges Unzen-fugendake zerstört wurde, gespendet habt. Ihr habt ein kostenloses Konzert in der Shimabara Bunka Hall gegeben und an den Liveveranstaltungen für den Weltfrieden in Nagasaki teilgenommen. Das war wirklich super.

NAKAMURA: Nun, wir sind aus Nagasaki und die Katastrophe in Shimabara tat uns so furchtbar leid. Aufgewachsen in Nagasaki erlebten wir die Veranstaltungen für den Weltfrieden, in denen wir über die gefallene Atombombe sprachen, jeden Sommer. Also dachten wir, dass die Leute überall in Japan solche Veranstaltungen hätten (lacht). Wir kennen Leute, die solche Events nicht mitmachen und die sagen: "Ihr Jungs macht das in Nagasaki?" und unsere Antwort darauf ist: "Warum macht ihr so was nicht auch in eurer Heimat?" (lacht).

Was ist für euch von größerer Bedeutung in eurer Karriere, die nun über 20 Jahre umfasst: die Konzerte oder eure CDs?

NAKAMURA: Ich schätze beides. Ich mag beide gleich gern.

Was denkt ihr ist der Schlüssel dafür, dass ihr eure Band für eine solch lange Zeit am Leben erhaltet?

NAKAMURA: Es war ein Unfall! (bricht in Gelächter aus) Einerseits glaube ich das wirklich. Jedes Mitglied hat natürlich seine eigene Rolle eingenommen und leistet seinen Beitrag ähnlich eines Baseballspielers auf seiner Position. IMAI macht dies, ich tue das, JUN (HASHIMOTO) folgt diesem und KITANI führt das. Was noch dazu gehört ist, dass jedes Mitglied unterschiedliche Vorlieben und Abneigungen zur Musik hat und wir die Vorlieben und Abneigungen des Anderen verstehen. Wir reden viel über Musik und manchmal herrscht deswegen große Aufregung, aber das ist okay, solange wir am Ende schöne und coole Musik machen. Während dieses Schrittes drücken wir dem anderen nicht unsere Meinung auf. Wir sagen einfach: "Ich denke das." und alle sehen es als "IMAIs Meinung" oder "KITANIs Ansicht" an. Wir vertrauen und respektieren einander.

Schreibst du die jeweiligen Lieder und fügst sie zusammen?

NAKAMURA: Eigentlich schreibt IMAI 99,8 % von ihnen (lacht).

Wer schreibt die Texte?

NAKAMURA: IMAI schreibt auch hier etwa 99,8 % der Texte (lacht).

Danach wählen die anderen Bandmitglieder diese aus und arrangieren sie auch?

IMAI: Ja. Wenn wir Lieder arrangieren, nehmen die Melodien Gestalt an. Ich schreibe die Texte dafür und dann gebe ich diese weiter an YOSHITO (NAKAMURA).

NAKAMURA, denkst du manchmal: "Diese Texte passen nicht zu meinen Gefühlen." oder: "Ich möchte es lieber so singen.", wenn du Lieder singst, die IMAI geschrieben hat?

NAKAMURA: Ja, hin und wieder (lacht). Darüber unterhalte ich mich dann ganz vorsichtig mit ihm (lacht).

Verbringst du viel Zeit damit, die Lieder zu vervollständigen?

IMAI: Ja. Ich habe noch eine andere Band (HHR THRILL LOUNGE; IMAIs Drei-Mann-Band), in der ich Lieder sehr schnell machen kann. Bei ODBZ versuche ich Verschiedenes, um Songs zu schreiben, auf diese Weise kann ich sie intimer gestalten.

Bringt jedes Mitglied sein eigenes Instrument ein?

IMAI: Grundsätzlich ja.
HASHIMOTO: Aber wir interagieren miteinander und wir spielen nicht alleine. Auf diese Weise erschaffen wir, während wir miteinander arbeiten.

Wie schreibt ihr Lieder?

IMAI: Früher habe ich die Lieder oft aus den Texten geschrieben, aber da wir das jetzt schon so lange gemacht haben, schreibe ich auf diese Weise keine Lieder mehr. Jetzt schreibe ich sie oft nach Gitarrenriffs und Melodien.

Denkt ihr, dass sich eine Menge verändert hat, nachdem ihr so lange ein fester Bestandteil der Musikszene seid? Zum Beispiel die Nutzung von moderner Technologie um Musik zu machen, aber auch die 'negative' Seite für Musiker; dass Leute in aller Welt die Musik über das Internet teilen anstatt sie zu kaufen. Was denkt ihr darüber?

NAKAMURA: Dagegen können wir nichts machen. Früher, als Analogaufnahmen* zu CDs wurden, dachten wir, die wir eben nur analog gewohnt waren, überrascht: "Wow~! Niemals!", aber nachdem der Trend begann, wuchs er unaufhaltsam weiter. Nun, ich kenne ein paar Leute, die noch immer analog hören, aber alles hat sich zur CD hin entwickelt und sie finden die Analogaufnahmen, die sie suchen, nicht mehr. Danach konnte man CDs herunterladen und niemand hat je damit gerechnet, dass wir eines Tages CDs zu Hause kopieren könnten, aber mittlerweile kann es jeder, indem er einen PC verwendet. Die Welt hat sich so sehr verändert und es gibt wirklich keinen anderen Weg, als es zu akzeptieren. Viele Menschen kopieren Musik und finden das gut, aber dagegen können wir nichts machen. Wir wollen unsere Zeit nicht damit verschwenden, uns darüber aufzuregen, weil das einfach langweilig ist. Deshalb müssen wir stattdessen daran denken, wie wir es am besten akzeptieren und wie wir damit arbeiten wollen. Wir wissen, dass wenn jemand Musik gratis haben will, er diese wahrscheinlich auch bekommen wird. Deshalb ist es besser, mehr zu machen und mehr Konzerte zu geben. Es wird Zeit darüber nachzudenken, was für uns in dieser Situation das Beste ist.
HASHIMOTO: Und wir erkennen die Vorzüge des Analogen jetzt besser. Ich denke, dass sich das immer und immer wieder wiederholen wird. Wir verstehen die Notwendigkeit in der Welt, Geld zu bezahlen, auch wenn wir vieles kostenlos bekommen können. Deshalb denke ich darüber nicht ganz so negativ.

Die Leute können Lieder jetzt ganz einfach selbst am Computer machen. Wie denkt ihr als Musiker darüber?

IMAI: Generell mag ich neue Sachen. Ich benutzte sie wie ein Spielzeug und genieße das sehr. Das bedeutet nicht, dass ich Computer für ODBZ verwende, aber es ist sehr bequem und angenehm.
NAKAMURA: Bei unseren Aufnahmen können wir durch die Nutzung von Computern alles so schnell machen, wie wir wollen und es ist ein sehr einfacher Weg, unsere Botschaft zu übermitteln. Wir benutzen in unserer Musik keine Computereffekte, eigentlich nutzen wir die Computer wie damals für die Analogaufnahmen. Nun, manchmal nutzen wir Loops in unserer Musik, aber eigentlich haben wir nichts verändert.

Könnt ihr mir etwas über euer 16. Album "BAD BOOSTER" erzählen, welches 2006 veröffentlicht wurde?

IMAI: Wir verließen uns früher sehr stark auf den Gesang und haben das beste aus ihm gemacht, aber wir haben uns dazu entschieden, uns selbst herauszufordern, indem wir einen stärkeren Rockgrundton und mehr Gitarrenriffs in diesem Album benutzt haben.

In eurer Albuminformation steht geschrieben: "Während sie wieder den ersten Impuls des Rock spüren, nutzen sie ihren ursprünglichen Mut zum Punk gekonnt und drückten offen ihren Geist in dieser Arbeit aus."

IMAI: Ja. Ich erinnere mich daran, wie aufgeregt ich war, als ich zum ersten Mal Rockmusik spielte, also behielt ich das im Hinterkopf, während wir dieses Album erarbeiteten.

Also habt ihr dieses Album mit dem Rocktrieb und dem Mut zum Punk gemacht, als ihr mit den Aufnahmen zu "BAD BOOSTER" begonnen habt?

NAKAMURA: Zu dieser Zeit hatten wir bereits über 20 Jahre zusammen gespielt und wir wollten etwas Neues machen, weil es 'das Album für die nächsten 20 Jahre' werden sollte. Wenn wir all unseren Klang zusammenlegen würden, würden uns dabei die Haare zu Berge stehen und wir würden wirklich die Kraft des Rock spüren können.

Was war mit dem 2007 veröffentlichten 17. Album "DICE"?

NAKAMURA: Wir machten dieses Album auf dem Gedanken basierend: "Wenn wir Menschlichkeit und Wärme zu "BAD BOOSTER" hinzufügen würden, wie würde sich das dann anhören?"

Als ich die Texte las, waren sie erfüllt von Menschlichkeit und Zärtlichkeit. In der Albuminformation wurde es beschrieben als "Dies ist eine warme und positive Arbeit, in der Rock lebt, in der sie sich selbst entgegensehen und ihr reifer, menschlicher Zauber damit einhergeht."

IMAI: Ich wollte sowas schon immer machen. Die Worte sind wichtig, da sich ihre Bedeutung je nach ihrer Verbundenheit und Anordnung verändert. Das interessiert mich derzeit ganz besonders.

NAKAMURA, wie fühlst du dich dabei, wenn du die Texte singst, die IMAI geschrieben hat?

NAKAMURA: Die Leute fragen mich oft: "Hast du keine Probleme damit, die Texte zu singen, die andere geschrieben haben?", aber so haben wir es von Anfang an gemacht, also schätze ich, dass ich ganz gut damit klarkomme. Ich singe die Sachen, die IMAI geschrieben hat, so wie ich sie sehe. Zum Beispiel kann ich sehr kalte Lyrics warm wiedergeben. Solange es gut geht, denke ich, dass wir mit dieser Kombination fortfahren können. Manchmal entwickelt es sich etwas nachteilig für IMAI wenn er denkt: "Ich dachte, es sollte auf diese Weise gemacht werden, aber es ist so geworden". Wenn er fühlen würde, dass es einförmig wäre, würde unsere Kombination nicht mehr funktionieren, weil das bedeuten würde, dass ich seine Lieder nicht richtig wiedergeben kann. Wir sagen oft: "Wir wollen eine Kombination wie zwischen einem guten Fischer und einem Koch", so ähnlich wie "Du hast guten Fisch gefangen!", "Yeah, bereite ihn gut zu!", "Natürlich!" (lacht). Es ist schön, wenn wir es auf diese Weise machen könnten.

NAKAMURA, hast du manchmal das Verlangen, mit deinen eigenen Worten zu singen?

NAKAMURA: Nein, habe ich nicht! (bricht in Gelächter aus) Hin und wieder schreibe ich Texte, aber ich kann sie nicht so schreiben wie er. IMAI studiert hart und ich denke, dass er das großartig macht.

Ihr macht jetzt gerade die ODBZ TOUR 2007 GO!GO!. Wie ist das für euch?

IMAI: Von all unseren Touren ist das bisher die beste. Unsere Empfindungen auf der Bühne sind überwältigend.

Ich hörte, dass ihr in einem eurer jährlichen Silvesterkonzerte über 40 Lieder in über vier Stunden gespielt habt. Haltet ihr das körperlich durch?

NAKAMURA: Es ist hart (lacht).
IMAI: Nun, es ist wie ein spezielles Fest, das es nur ein- oder zweimal im Jahr gibt.

Ändert ihr eure Setlist mit jedem Konzert?

NAKAMURA: Wir haben ein Standardrepertoire und wechseln hier und da ein paar Teile aus, was wir relativ oft machen. Aber wir machen keine komplett unterschiedlichen Setlists. Generell spielen wir Lieder, die passend zur Jahreszeit sind.

Wie wird eure neue Veröffentlichung diesen Herbst klingen?

IMAI: Es wird nahe am ersten Anstoß sein; hart aber trotzdem warm.
NAKAMURA: Wir wollen die Wichtigkeit von Gitarrenriffs noch klarer darstellen. Ich möchte euch fühlen lassen: "Es ist so cool!", wenn das Intro startet und: "Das ist großartig!", wenn der Gesang beginnt.

Seid ihr daran interessiert, im Ausland zu spielen?

NAKAMURA: Wir haben vorher viel darüber geredet. Ich möchte wirklich gerne im Ausland spielen und unsere Konzerte so machen wie hier in Japan. Als ich ein Kind war, hörte ich mir The BEATLES an und fand sie großartig. Als ich dann Deep Purple hörte, fand ich sie cool, obwohl ich die Bedeutung ihrer Worte nicht verstand, aber ich hörte auf ihren Sound. Deshalb hoffe ich, dass die ausländischen Menschen es auf dieselbe Weise wahrnehmen, wenn wir auf Japanisch in ihrem Land spielen.
IMAI: Seit kurzem gibt es Bands, die auf Japanisch singen. Es scheint das genaue Gegenteil von damals zu sein.
NAKAMURA: Selbst, wenn ich hart an meiner englischen Aussprache arbeiten würde, könnte ich mich nie so gut ausdrücken, wie Muttersprachler es können. Deshalb finde ich es besser, auf Japanisch zu singen.

Wenn ihr vor Leuten spielen würdet, die keine Japaner sind, wie würdet ihr zu ihnen zu sprechen?

IMAI: Ich denke, ich würde dasselbe machen wie in Japan. Nichts würde sich ändern.
NAKAMURA: Ich schätze, ich würde zu Beginn meines MCs** "Hallo!" auf Englisch sagen. (lacht) Wahrscheinlich wäre ich nicht in der Lage, die Worte zu sagen, die darauf folgen sollten (lacht).

Bitte teilt unseren JaME Lesern eine abschließende Botschaft mit.

IMAI: Ich hoffe, dass ihr versucht, unsere Musik zu hören. Bitte hört euch unseren Sound an, nur ein Mal.
NAKAMURA: Wir sind eine Band, die in Japan sehr hart arbeitet, also bitte hört euch unsere Musik an und erzählt uns von euren Eindrücken dazu.
KITANI: Solltet ihr nach Japan kommen, bitte kommt zu einem unserer Konzerte!
HASHIMOTO: Ich bin von amerikanischer und britischer Musik begeistert und ich mag auch die Musik aus anderen Ländern wie Irland und Brasilien. Ich würde mich sehr darüber freuen, wenn ihr mir sagen könntet, was ihr fühlt, wenn ihr unserer Musik zuhört.

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JaME möchte ODBZ für die Zeit danken, die sie sich zur Beantwortung unserer Fragen genommen haben und dafür, dass sie dieses Interview möglich gemacht haben.

* Analogaufnahmen - Dabei handelt es sich um Kassetten (Tapes) oder Schallplatten.
** MC = Member Comment - Ein Mitglied der Band spricht zu den Fans.
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