ONE OK ROCK - Eye Of The Storm

review - 25.02.2019 05:00

Besinnen sich ONE OK ROCK mit ihrem neunten Album wieder auf ihre alten Stärken?

Künstler: ONE OK ROCK
Titel: Eye Of The Storm
Typ: Album
Stil: Rock
Veröffentlichung: 15.02.2019

Tracklist:
01. Eye of the Storm
02. Stand Out Fit In
03. Head High
04. Grow Old Die Young
05. Push Back
06. Wasted Nights
07. Change
08. Letting Go
09. Worst in Me
10. In the Stars (feat. Kiiara)
11. Giants
12. Unforgettable
13. The Lost Time


Am 15. Februar 2019 veröffentlichte die Rockband ONE OK ROCK ihren aktuellen Langspieler, "Eye Of The Storm", in Japan und weltweit. Über das Label Fueled By Ramen wird die internationale Version des Albums vertrieben, die mit 13 Tracks aufwartet. Einer dieser Songs ist exklusiv nur auf dieser Fassung enthalten. Welcher das ist, erfahrt ihr gleich. Promoten wird die Band ihr neuntes Studioalbum mit einer Tour durch die USA, die in Kürze beginnt. Auch nach Europa werden die vier Jungs bald zurückkehren – erste Termine im Mai wurden bereits bestätigt.

Das titelgebende Lied läutet das knapp 45 Minuten lange Album ein. "Eye of the Storm" präsentiert sich als mittelschnelle Rockhymne, die geradlinig bleibt. Elektronische Verfremdungen gehören ebenso dazu wie das eine oder andere Gitarrenriff. "Stand Out Fit In" bewegt sich in ähnlichem Fahrwasser. Hier sticht allerdings der Text heraus, der einfühlsam ist und all jenen Mut macht, die anders sind. "Head High" zieht das Tempo dann ein wenig an – allerdings kann auch dieser Song eher als Pop-Rock-Stück beschrieben werden. Track 4, "Grow Old Die Young", klingt vom Titel her erst einmal recht provokant, entpuppt sich dann aber nach einem sehr seichten Start als tanzbare Popnummer mit stimmungsvollen Backing-Vocals.

Anschließend bringt "Push Back" einen Wechsel. Das Stück lädt zum Mitklatschen und Grooven ein, was sehr an dem Beat und dem interessanten Mix aus Synthesizern, Chor und Buschtrommeln (zumindest vermittelt es diesen Eindruck) liegt. Beim Hören von "Wasted Nights" sieht man beinahe einen stimmungsvollen Sonnenaufgang vor seinem geistigen Auge. Das Lied hat etwas Hypnotisches an sich, von dem ihr euch am Ende dieses Reviews in dem offiziellen Musikvideo auch selbst einen Eindruck verschaffen könnt. Mit "Change" zieht das Tempo ein kleines Stückchen an, aber der einnehmende Klang bleibt und auch der Text macht Mut.

Die Ballade "Letting Go" überrascht mit dem Klang einer Akustikgitarre, die das einfühlsame Stück begleitet. Leider fällt hier so richtig auf, dass das Schlagzeug überwiegend elektronischer Natur ist - zumindest klingt es so. Das nachfolgende "Worst in Me" sticht wieder durch seine Lyrics und Takas Gesang hervor. Musikalisch wird der inzwischen gewohnte Popklang geboten, bei dem sich schlecht sagen lässt, ob Bass und Schlagzeug elektronisch oder als echte Instrumente eingespielt worden sind. Auch die E-Gitarre ist eher dezent als prägnant zu hören. Für das nächste Lied, "In the Stars", holten sich ONE OK ROCK Unterstützung durch die amerikanische Singer-Songwriterin Kiiara, die mit ihrer angenehmen Stimme ein klein wenig Abwechslung in die ruhige Ballade bringt.

In "Giants" werden die Lautstärke und das Tempo wieder erhöht. Die Pophymne vertraut einmal mehr auf den Klang einer Akustikgitarre, einem Mitklatschbeat und einem hymnischen Refrain. Wer genau hinhört, kann im Hintergrund sogar ein Klavier vernehmen. Das nachfolgende "Unforgettable" ist das eingangs erwähnte Exklusivstück der internationalen Version. Die Pop-Rockhymne besitzt wieder eine sehr eingängige Melodie, aber einen ansprechenden Text. Mit "The Lost Time" erklingt dann auch schon das letzte Lied des Albums. Die Band vertraut auch hier sehr auf die Synthesizer, aber zum Abschluss treten das Schlagzeug, die Gitarre und der Bass deutlich hörbarer auf, auch wenn sie noch immer sehr dezent sind. Schade, dass diese Mischung auf "Eye Of The Storm" nicht häufiger zum Einsatz kam.


Fazit: ONE OK ROCK verschenken bei "Eye Of The Storm" viel Potential. Die Überraschung ihrer früheren Werke fehlt hier einfach. Die Tracks ähneln sich vom Stil her allesamt. Auch beim Tempo gibt es kaum nennenswerte Unterschiede. Die Annährung an den Mainstream ist auch bei "Eye Of The Storm" deutlich spürbar. Für Fans von Pop sicher interessant, aber für die eingefleischten Rockfans fehlen hier einfach das gewisse Etwas und der unverkennbare Sound ihrer Instrumente.


"Stand Out Fit In"


"Wasted Nights"
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