Dir en grey - Withering to death.

review - 08.03.2005 13:00

Dir en grey - Withering to death.

Künstler: Dir en Grey
Titel: Withering To Death
Typ: Album
Release: 2005
Stil: Alternative Metal, New Thrash
Wertung: 9,0

Trackliste:

01 - Merciless Cult
02 - C
03 - -Saku-
04 - Kodoku ni shisu, yue ni kodoku
05 - Itoshisa wa fuhai ni tsuki
06 - Jesus Christ R’n'R
07 - Garbage
08 - Machiavellism
09 - Dead Tree
10 - The Final
11 - Beautiful Dirt
12 - Spilled Milk
13 - Higeki wa mefuta o oroshita yasashiki
14 - Kodou

Anderthalb Jahre nach ihrer "neuen" Stilbekündung "Vulgar" steht nun der Nachfolger ins Haus, ungewöhnlicherweise mit dem Titel "Withering To Death" - unüblich bei einer Szene, die Alben mit nur einem Wort betitelt.

Dennoch, 1,5 Jahre später haben wir hier den höchstdirekten Nachfolger nach Dir en Grey’s Transformation in einen modernen Metal-Act in den Händen, und überraschenderweise einen ebenbürtigen.

Beinahe hätte man ein astreines Knüppelalbum erwarten können, gerade nach der Veröffentlichung der Single "Saku", und ja, sicherlich findet sich hier eine Menge brachialstes New-Thrash-Gebolze, aber auch durchaus ebensoviele Melodien wie auf dem Vorgänger.
Gerade "The Final" ist vielleicht der offensichtlichste Hit, den Dir en Grey je geschrieben haben, und auch Stücke wie "Kodou" und "Machiavellism" springen einen mit ihren Refrains direkt an - aber ansonsten halten sich die Melodien aber eher dezent im Hintergrund, es dauert länger, bis sie ihren Weg in die Ohren finden.

Hier regiert nunmal eine vornehmlich düstere Härte, mehr noch als auf dem Vorgänger, und die ultratrockene Produktion betont diese Atmosphäre doch merklich.

Dennoch haben Dir en Grey diesmal wieder ein unerwartet vielschichtiges Album abgeliefert, das mit großen Songs nur so um sich wirft.
Man nehme nur das mit einer dezenten Funkschlagseite versehene "Jesus Christ R’n’R", oder gerade das absolut (be-)drückende "Spilled Milk" (beides absolute Highlights), oder das etwas komplexere, düstere "Dead Tree"; aber sogar die simplen Songs wie "Garbage" wirken doch im Kontext absolut schlüssig und keineswegs langweilig - vielleicht auch, da sie nicht länger als nötig sind.

Außerdem - man höre und staune - mit "Higeki wa mefuta o oroshita yasashiki" hat eine astreine Ballade, getragen von wunderbar dissonanten Gitarrenparts den Weg auf das Album gefunden - das hatte auf der "Vulgar" doch irgendwie gefehlt.

Nein, Dir en Grey laufen tatsächlich noch nicht Gefahr, zu einer Selbstkopie zu verkommen, wie es jüngst Pierrot geschafft haben, und werden hoffentlich auch mit ihrem nächsten Album einen Schritt nach vorne gehen.
Und haben was die harte Musik betrifft für dieses Jahr verdammt hochklassig vorgelegt.
Thumbs up!
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