Tsuchiya Anna feat. AI - Crazy World

review - 03.06.2008 14:00

Das A-Team sorgt für Ermüdung.
Mit "Crazy World" liefern die beiden ein Lied ab, das man besser ganz schnell wieder vergisst.

In knapp einer Woche erscheint "Crazy World", die neue Single von Anna Tsuchiya. Unterstützt wird die beliebte Poprock-Sängerin vom J-Ur(ban)gestein AI, eine durchaus angenehme Überraschung, nicht nur, weil die beiden Musikerinnen aus verschiedenen Genres kommen, sondern auch, weil sowohl Anna als auch AI in letzter Zeit vor allem eines produziert haben: Langweilige Musik. Von der interessanten "Taste my Skin"-Anna, die Charts und Fanherzen aufgemischt hat, war in letzter Zeit nicht mehr viel übrig und auch die einst toughe AI langweilte vor allem mit durchschnittlichen Popsongs.

Unglücklicherweise wird direkt nach dem ersten Hör'vergnügen' schnell klar, dass "Crazy World" nicht halb so crazy ist, wie der Titel verspricht. Gerade weil die beiden sich längst in der japanischen Musikszene etabliert und schon den ein oder anderen Hit produziert haben, enttäuscht der Song. Sowohl AI als auch Anna Tsuchiya haben in der Vergangenheit bewiesen, dass sie nicht nur Potenzial haben, sondern dieses auch ausschöpfen und mit ihrer Musik überzeugen können, warum also ein so mittelmäßiger Song? "Crazy World" ist ein sehr seichtes Poprocklied, in dem eine langweilige und radiotaugliche Melodie (Im negativen Sinne, das Lied ist so unspektakulär, dass es sich bestenfalls zum Hören nebenbei eignet) mit uninspiriertem Gesang kombiniert wird. AI, die man eigentlich getrost zu den besten Rapperinnen Japans zählen kann, steht Anna Tsuchiya in puncto Trivialität in nichts nach, so ist ihr kurzer Part ebenso flach wie die Strophen und der Refrain des Liedes. Lieblos wird in den drei Minuten und vierzig Sekunden ein banales Lied heruntergerattert, welches man nach kurzer Zeit wieder vergessen haben dürfte. Haben sich das auch Anna und AI gedacht? Immerhin wirkt der - in das träge Musikvideo ohnehin nicht passende - Kuss zwischen den beiden Musikerinnen wie der verzweifelte Versuch, doch noch ein bisschen Spannung reinzubringen. Bringt leider auch nichts - für so einen platten Song gibt's nur ein Gähnen und 3 von 10 Punkten.
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