Interview mit ASAGI

interview - 31.01.2018 05:00

Und wenn ihr zum Mond aufschaut, denkt bitte an mich. Da ich an euch denke!

Da ASAGI, Sänger der Visual Kei-Band D, schon immer von japanischer Geschichte und Sagenmärchen fasziniert war, ist es nicht sonderlich überraschend, dass er sich dazu entschied, diese Aspekte von Japan in sein erstes Soloalbum "MADARA" einfließen zu lassen. In einem Interview mit JaME beantwortete ASAGI eine Reihe von Fragen über die Geschichten hinter einigen Liedern auf "MADARA".


Glückwunsch zur Veröffentlichung deines ersten Soloalbums "MADARA"! Was hat dich dazu inspiriert, neue Geschichten für die Lieder auf dem Album zu erschaffen, in dem du deinen eigenen Spin der japanischen Traditionen und Geschichte mit hinzufügtest?

ASAGI: Vielen herzlichen Dank. Als ich den Vollmond im nächtlichen Himmel schweben sah, erinnerte ich mich an Taketori monogatari und dachte: "Lass uns Geschichten erschaffen, die nur Japan haben kann." Und dann war "Gekkai no miko" geboren. Ich habe mich schon immer für die japanischen Traditionen, die Geschichte und die Überlieferungen interessiert. Daraus also begann sich meine Welt auszubreiten.

Wie sehen einige der Themen aus und welche Botschaften möchtest mit "MADARA" vermitteln?

ASAGI: In letzter Zeit gibt es, selbst wenn man in Japan geboren und aufgewachsen ist, immer weniger Situationen in denen man das Alte Japan erleben kann. Deshalb möchte ich gerne diese tolle Kultur in der Welt besser bekannt machen. "MADARA", was ich als Titel nutzte, bedeutet, dass ungeachtet der Farbe oder Form, aufgrund der Erfahrung der Individuen mit ihrer eigenen Persönlichkeit, das Gleichgewicht bewahrt wird. Wenn man meinen (Namen) "ASAGI" und "MADARA" kombiniert, erhält man "ASAGIMADARA". So lautet auch der Name eines Schmetterlings (Anmerkung des Übersetzers: Parantica sita). Das letzte Lied auf dem Album, "ASAGIMADARA", ist ein starkes, gefühlvolles Lied.

Der Leadtrack "Gekkai no miko" basiert auf Taketori monogatari. Warum hast du dich dafür entschieden, den Leadtrack von "MADARA" auf dieser bestimmten Erzählung zu basieren? Hat diese Geschichte eine besondere Bedeutung für dich?

ASAGI: In der Vergangenheit, als ich die Einheit KOCHOU erschuf, hatten wir schon einmal ein Lied namens "Taketori monogatari", aber dieses Mal handelt "Gekkai no miko" von den Nachfahren von Prinzessin Kaguya. Es ist die Geschichte über einen Jungen, der in seiner Kindheit die Erde bewunderte, schließlich erwachsen wird und zur Erde hinabsteigt. Den Mond kann jeder auf der Erde sehen, richtig? Und weil wir den gleichen Mond sehen können, können wir spüren, dass wir unsere Gefühle mit anderen Menschen in aller Welt irgendwie teilen können. Ich liebe den Mond und fühlte mich daher zu Taketori monogatari hingezogen, da diese Verbindungen zum Mond und zur Natur hat.



Welche Unterschiede zwischen deiner Interpretation von Taketori monogatari und dem originalen Taketori monogatari gibt es?

ASAGI: Nun, meine Geschichte handelt von den Nachfahren von Prinzessin Kaguya aus Taketori monogatari. Prinzessin Kaguya kehrt auf den Mond zurück, aber dem kann ich nicht zustimmen. Ich überwinde die Einwände von allem und jedem um mich herum und gehe aus freien Stücken zur Erde. Natürlich wird ein Willkommenskomitee vom Mond kommen, aber ich werde sie wegschicken. (lacht)

Wer entwarf die Outfits für dich und die Bandmitglieder, die ihr im Musikvideo von "Gekkai no miko" tragt? Besitzen die Outfits eine besondere Symbolik?

ASAGI: Ich habe das Image des Liedes der Person gegeben, die für die Bühnenkleidung von D verantwortlich ist und er hat auch mein Outfit entworfen. Ich bin das "Kind des Mondes" (auf Japanisch als "Gekkai no miko"), daher ist mein Outfit ein "Prinz des Mondes"-Outfit. Die Bandmitglieder verkörpern eine schwarze Haseneskorte, die mit mir vom Mond gekommen sind. Deren Outfit ist eine Rüstung, aber Teile des Helms sind wie ein Hasenkopf geformt! Die vom Mond gesandten Verfolger nutzen verschiedene Farben. Sie sind weiße Kaninchen.

"Youtou gyokuto" ist ein Lied, das nur auf der regulären Edition von "MADARA" zu finden ist. Welchen Sound hören wir in diesem Lied? Und auf welchem traditionellen japanischen Märchen basiert dieses?

ASAGI: "Youtou gyokuto" ist der Name des Schwertes im Besitz des "Kind des Mondes". Laut dem japanischen Glauben gibt es auf dem Mond ein Kaninchen und auf der Sonne eine Krähe. Und dieses Lied basiert auf dieser Geschichte.

Das letzte Stück auf "MADARA" trägt den Titel "ASAGIMADARA", was ja eine Kombination aus deinem Namen und dem Albumtitel darstellt. Worum geht es in dem Lied? Warum hast du dich dazu entschieden, den Liedtitel in Katakana anstatt Kanji zu schreiben?

ASAGI: Für mich war das Schreiben des Titels in Kanji, in dem ich "ASAGI" und "MADARA" kombinierte, völlig in Ordnung, aber es kam mir nicht sehr eingängig vor, wenn ich es so gelassen hätte. Sowohl "ASAGI" als auch "MADARA" haben unterschiedliche Funktionen. Aber miteinander kombiniert, wollte ich, dass sie eine schöne chemische Reaktion erzeugen. Ich wollte, dass es das Sahnehäubchen wird, also habe ich den Titel in Katakana geschrieben. "ASAGIMADARA" ist ein existierender Schmetterling, aber er reist. Ein flüchtiger Schmetterling, der das Ziel seiner Reise erreicht. Einer Reise, die sein gesamtes Leben in Anspruch nahm. Es ist eine Geschichte über das große Leben eines kleinen Geschöpfes.

Wie bist du bei der Auswahl deiner Gastmusiker für "MADARA" vorgegangen?

ASAGI: Die Gastmusiker sind Menschen, bei denen ich dachte: "Ich möchte unbedingt, dass dieser Teil von ihm gespielt wird!" als ich die Lieder schrieb. Darunter sind meine älteren Kollegen, die ich schon jahrelang aufsuche, Musiker, die in derselben Zeit leben wie ich und jüngere Musiker, auf deren Musik ich mich von nun an sehr freue. Alle von ihnen sind tolle Künstler, und ich bin sehr froh, dass sie akzeptierten und meinem Album beitraten.



Bitte erzähl uns ein oder zwei interessante Dinge, die während der Arbeit an "MADARA" mit deinen Gastmusikern passiert sind.

ASAGI: Ich bin ein Fan von LUNA SEAs SUGIZO und Shinya seit ich ein Teenager war. Für mich war es (mit ihnen zu arbeiten) eine tolle Erfahrung. Ich brachte die CD, SUGIZO unterschrieb sie und schrieb meinen Namen, also wurde es mein Schatz! Ich hörte sehr viele interessante Geschichten und hatte eine wunderschöne Zeit.

Welche Themen oder Konzepte würdest du gerne in künftigen Veröffentlichungen erforschen?

ASAGI: Ich interessiere mich für die Kultur anderer Länder. Für die Traditionen und Kulturen, landestypische Trachten, Gesangsstimmen und Musikinstrumente dieser Länder! Es gibt so vieles, dass selbst wenn ich ganze Ewigkeit hätte, diese nicht reichen würde, um alles zu lernen.

Bitte hinterlass zum Abschluss noch eine Botschaft für die JaME-Leser.

ASAGI: Hier ist ASAGI! Vielen Dank dafür, dass ihr mein Interview gelesen habt. In der Musik gibt es keine Grenzen. Jeder auf der Erde Geborene, lasst uns die Musik lieben! Und wenn ihr zum Mond aufschaut, denkt bitte an mich. Da ich an euch denke!


JaME möchte sich bei ASAGI und avex entertainment Inc. für diese Interviewchance bedanken.

ASAGIs Twitter: https://twitter.com/ASAGI_SOLO
ASAGIs Offizielle Website: http://www.god-child-records.com/asagi/
Ds Offizielle Website: http://www.d-gcr.com/
Ds Offizieller Blog: http://ameblo.jp/official-d/
Ds Offizielle Facebook-Seite: https://www.facebook.com/D.Officialpage
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